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Freitag, 13. Mai 2016

Guatemala Teil 1: von Tikal nach Antigua: es wird anstrengender!

Wir reisen komplett "Vorratslos" in Guatemala ein.Die Grenzformalitäten waren durchsichtig und wir wurden freundlich abgefertigt!
In der ersten Stadt hinter der Grenze ist endlich wieder das gewohnte bunte Treiben Mittelamerikas. Strassenstände mit Tomaten, Gurken, jeder Menge Obst....die unvermeidlichen "Pollo asado" Hähnchengrillereien....ja ganz Mittelamerika lebt von Hähnchen!...am Stück, "medio" also "halbe" oder "todos" ganze. Fast schon Routine: Geldautomat suchen, Geld beschaffen, Scheine angucken, Kurs war schon vorher gecheckt...Einkaufen! Supermarkt "familiar"....O.K..endlich wieder vernünftige Preise.Deutlich über Mexico, aber eben O.K.
Diesel dafür superbillig: 0.48 cent der Liter
Leider verläuft der erste "Freihandelskontakt" exemplarisch für Guatemala, wie wir es erlebt haben: Es wird "vergessen" dem "Gringo" ein 50 Quetzal Schein zurückzugeben. Immerhin fast 6 Euro, für Locals eine Stange Geld. Lächelnd wird nach Reklamation der Schein rausgerückt...!
Wir fahren and den See Peten, gönnen uns eine Cabana am See, ein schönes Hüttchen. Wir essen ordentlich, und yeah es gibt den ersten Ron Zacapa Rum....und das Glas wird nicht nur feucht gemacht wie bei uns....!
Wir besuchen Tikal, unsere wohl vorerst letzte Mayaruine. Mitten im Dschungel, touristisch gut erschlossen, aber immer noch ursprünglich, absolut zu Empfehlen. Wir bleiben bis zur Dämmerung bei den Pyramiden, das Licht ist toll!
Wir campen bei einem Hostel und fahren weiter nach Flores, einer Halbinsel im Peten See, ebenfalls ein touristisches Highlight!
Man muss wissen, das Guatemala die Top Destination für alle "Spirituellen Grenzlehren" ist.
Von "rebirthing" bis zur "Finde dich durch Atmung"  oder : "lass uns die Sonne anbeten, damit der Mond schneller kommt-Kurs für Anfänger"
Entsprechend siehst  du viele seeehr "abgeklärte und leicht schwebende" Gringos....die sich eben versuchsweise mit den ums tägliche Brot kämpfenden, und wirklich in meist einfachsten Behausungen lebenden Locals mischen.
Die Kohle, die damit verdient wird...bleibt leider meist wieder beim Obergringo hängen....!
Mit ein Grund wohl, das wir hier trotz teilweiser zäher Verhandlungen, immer etwas mehr als die Locals bezahlen, sei es das Taxi, die Tomaten, die Schuhreparatur. So landet doch ein Ministück des Kuchens bei diesen....zum Leidwesen von uns "heiligen Overlandern" (Ironie!)
Guatemala: Wir sehen extrem viele mit Pumpguns bewaffnete "Begleiter".Viele Strassenkioske sind  komplett vergittert, die Cola und die Chipstüte wird durch einen Schlitz herausgegeben,
das Kiosk, der Eiertransport, das Bier, an jeder Tankstelle steht ein Pumpgunwächter.
Sollte dies ein Indikator für die Sicherheitslage sein.....dann wären wir schon tot!
Wir geben das "Wildcampen" vorerst entgültig auf. Zu undurchsichtig die Sicherheitslage, zu dicht besiedelt, zu gross die Unterschiede zwischen "reich"....WIR.....und "arm"....Locals !
Wir fahren weiter Richtung Semuc Champain, einer Flussformation mit natürlichen "Badebecken" mitten im Urwald.Nach einer überraschend guten Strasse biegen wir ins Hochland ab.Dort trifft uns die ganze "Härte" von nicht vorhandener Infrastruktur. Auf einer wirklich üblen Felspiste quälen wir uns etwa 40 Km nach Lanquin, dem Endziel des Tages.
Der Hilux muss leiden. Teilweise nur mit Allrad und zugeschalteter Getriebeuntersetzung sind die Bergpassagen machbar. Wir fahren durch ärmlichste Bergdörfer mit Indios. Es ist sehr heiss, wir fahren mit heruntergekurbelten Scheiben, werden leider bei den Dorfdurchfahrten in Schrittgeschwindigkeit von Kindern mit "Gringo goodby" beschimpft. Trotz grandiosem Bergpanorama fühlen wir uns nicht wohl, und sind froh, im letzten Büchsenlicht Lanquin zu erreichen, wo wir wieder mal "hinter Gittern" bei einem Hotel campen dürfen.
Am nächsten Tag besuchen wir den Fluss, baden und wandern. Wir fahren nicht selbst, sondern mit dem"collectivo" auf der Pickup Ladefläche...macht fun, schont den eigenen Karren, ist billig..wir baden und wandern auf den Aussichtspunkt und ergötzen uns am Urwaldblick.
Weiter gehts Richtung Antigua. Leider fahren wir mal wieder zu spät ab, trödeln ein bisschen, und müssen in der Dunkelheit durch Guatemala City....dazu kommt noch ein Wolkenbruch mit Ergebniss nullsicht.....das Navi scheitert an einer Brückenunterführung.....Zeit den Karren für die Nacht abzustellen. Wo ??? Wir, wie alle Overlander, nutzen die App "IOVERLANDER"...das Orakel für die Frage: Wir stehen in Guatemala City, im Dunkeln, im Stadtviertel mit der höchsten Mordrate, wir sind müde.....Ahhh ja, da "blinkt" es : In nur 10km Entfernung gibt es ein schweizer Luxushotel die "Swiss Cabana" ....dort öffnet man das Tor für "verlorene Overlander"....wir fahren hin, der obligatorische Pumpgunmann öffnet das Stacheldraht Tor....und wir sind in der Schweiz!
Die Besitzer , des im original schweizer Landhausstil gebauten Areals, gewähren Overlandern mit ihren Fahrzeugen kostenloses übernachten, es wird noch ein Klo aufgeschlossen, dann gute Nacht mit Blick auf den Moloch Guatemala City.
Ohne ein solches Werkzeug und solche freundlichen Leute, sähe die Landreisewelt hier trübe aus!!
Der "Lohn" für Sie: Wir frühstücken im Hotel, erhalten das beste Frühstück seit Monaten....alles original Schweiz, incl. der eigens hergestellten Croiassants!!! Danke, swiss cabana!!!
So gestärkt fahren wir nach Antigua. Dort wird Overlandern auch ein spezieller Platz in der schönen Stadt angeboten: der grosse, bewachte und ummauerte Polizeihof der Touristenpolizei. Fünf Tage darf man bleiben, gegen eine Spende!
Spenden tun wir nicht nur Geld. Im Hof werden auch die Polizeitoyotas, Hiluxe natürlich, repariert. Einer steht schon lange rum...Grund: kein Geld für Bremsbeläge! Wir vergleichen, unsere Ersatzbeläge passen....wir schenken ihnen ein Satz im Wert von 10.-  Die Freude ist gross.

1 Kommentar:

  1. Heute abend werde ich meinen Krimi beseite legen, Euer Bericht ist einfach spannender. Wann kommt Teil 2 bis 10(!!) ?? Siegfried

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