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Samstag, 2. Juli 2016

Nicaragua...der letzte Traum (a) der Revolucion

Der Grenzübergang von Honduras nach Nicaragua war ein "harter" Schnitt....in positivem Sinne !
Der seit vielen 1000km bestehende "Plastikflaschen und Müllrand" an den Strassen und sonstwo überall, hat ein abruptes Ende nach der Grenze. Satte, teilweise gemähte Grünstreifen links und rechts, guter Asphalt, eine bessere Visitenkarte konnte uns Nicaragua nicht entgegenstrecken !  Wow!  Wir folgen der Panam bis zum Somoto Canyon, kurz vor der Stadt Somoto. Diesen wollen wir durchwandern und durchschwimmen! Am Beginn der Schluchten werden wir freundlich begrüsst, dürfen auf einem "Ackerparkplatz" campen. Wir sind die einzigen Touristen. Alles ist extrem einfach Wasserschlauchdusche und Blechkastenplumpsklo. Die Leute sind fröhlich, wir dürfen das benutzen, was Sie besitzen !
Wir "buchen" eine Tour mit einem Local "Guia" so heissen Führer hier, und sie freuen sich sichtlich über den unerwarteten Umsatz!
Am Abend verwandelt sich der Acker wegen starkem Regen in eine dampfende Schlammfläche...aus der Myriaden von Fliegen, Käfer und Getier aller Art aufsteigen, und uns das Camping wirklich schwer macht!
Der leichte Hilux kommt mit Allrad an eine grade Nachtposition, nachdem wir, auf der Suche nach einer Wäscherei gescheitert sind. In ganz Somoto, immerhin eine grössere Stadt, wird mit der Hand gewaschen....
Der nächste Tag wird anstrengend. Aus dem 4'h Trip wird einTagesausflug .Canyoning Hardcore Adventure. Trotz 35 Grad sind wir am Schluss froh, aus dem Wasser der Schlucht steigen zu können,komplett mit Klamotten und den Wanderschuhen.....allen Giftschlangen und Strömungen zum Trotz ! Ziemlich erschöpft bleiben wir noch eine Nacht, ziehen dann weiter nach Esteli, einer grossen , modernen Stadt !
Es gibt alles....Mcdonalds, Malls, die Stadt ist sauber....es gibt alles..auch ein Waschsalon !
Es gibt einen "Colonial" Supermarkt: wie ein Edeka bei uns: Topwarenangebot für frische Lebensmittel ! Das Beste bis jetzt in Centralamerika!
Der "Vibe" , das uns entgegengebrachte Lebensgefühl der "Nicos" ist auch hier präsent:
Jawohl, es geht vorwärts in unserem Land! Wir gehen stolz unseren..etwas sozialistischen "sandinista" Weg!!!  Zum ersten Mal sehen wir die überall präsenten "Morales" : Wandgemälde
die oft das "Kampfmotiv" gegen Ungerechtigkeit, Landwegnahme etc zeigen! Beindruckend !
(siehe Bilder) Wir ziehen weiter in Richtung Matagalpa, der  "Kaffehauptstadt" von Nicaragua. Von dort Richtung Jinotega schlängelt  sich eine wunderschöne Strasse durch die Kaffeeplantagen an den Berghängen. Wir besuchen Jürgen, einen ausgewanderten Deutschen, auf seiner schönen Finca. Jürgen, mit dem wir uns gleich super verstehen, zeigt uns "Kaffeerösten" am Feuer, wir backen Pizza, bleiben zwei Tage, schlafen super auf 1300m Höhe ! Danke Jürgen ! Es war top bei dir! In den Bildern könnt ihr uns mit Ihm "live" sehen!
Wir schalten um auf "Städteprogramm" Auch da kann Nicaragua aus dem "Vollen" schöpfen...ein Highlight: Leon!
Wir besuchen die Kathedrale, schlendern durch die Innenstadt. Was wir sehen, gefällt uns. Eine gute Mischung aus "Modern" und "Tradition".
Unser Campstandort ist ca. 15km ausserhalb von Leon am Pazifik, las Penitas. Von dort aus unternehmen wir Tagesausflüge: Daggi kommt auf Touren beim unglaublichen Vulcanboarding Manni bekommt endlich mal ne Rumfabrik, Flor de Cana , zu Gesicht. Während das Vulcanboarding ein tolles event war, kann man sich den Trip zu Flor de Cana eher schenken, ausser dem Fasslager bekommt man nicht wirklich was gezeigt !
Wir verlassen Leon in Richtung Managua, und besuchen den Vulkan Masaya. Endlich stehen wir auch mal wieder mit offenem Mund vor einen Naturereigniss: Brodelnde Lava direkt vor uns im Krater. Gerade wieder für Befahrungen geöffnet,da zu aktiv in den letzten Wochen, können wir die Kraterstrasse bis zum Ende hochfahren und dieses Naturschauspiel live erleben ! Super Beeindruckend, und die erlaubten 30min am Kraterrand ,aufgrund der Schwefeldämpfe nicht länger, sind schnell vorbei !
Den Abend verbringen wir an der Lagune Apoyo, einem riesigen Kratersee, direkt am Wasser, mal wieder ein "freecamp". Nach einem Bad am Morgen im kristalklaren See,  umrunden wir  nochmals die Lagune, was uns einige schöne Aussichten und Blicke auf diese beschert !
Als nächstes steht ein weiteres Highlight auf dem Programm: Ometepe Island !
Mitten im Nicaragua See liegt die "Doppelvulkaninsel"; erreichbar nur über kleine Fähren.
Der Nicaraguasee ist mit über 8000 qkm grösster Binnensee in Mittelamerika und am Ufer mit Wellengang und Strand ähnelt dieser eher einem Meer.
Die Überfahrt ist rauh, es werden Schwimmwesten verteilt! Wir und der Hilux (ungesichert!) schwanken ganz schön! Drüben angekommen , besuchen wir "Punta Jesus Maria" , eine wunderschöne, kleine Landzunge, die weit in den See hineinragt. Die Luft ist klar, das Abendlicht und der Sundowner mit dem Vulkan im Rücken einmalig.Ganz grosses Kino !
Wir können genau an der Spitze campen. Dort gibt es ein paar Lokale und Buden von Einheimischen....gefördert und finanziert von der EU. Geld gut angelegt! ...und wir tragen mit unseren 4 Dollar "Campingfee" auch was bei!  Wir wollen den weniger erschlossenen Teil der Doppelinsel  mit dem Vulkan Maderas in der Mitte, umrunden. Gestärkt nach einem Bad in einer Vulkanquelle - wir leben jetzt ewig, soll der Historie nach ein Jungbrunnen sein- fahren wir bis die Teerstrasse endet. Ab jetzt ist der Weg Piste. Auf diesem Teil der Insel ist die Zeit stehen geblieben, kein Strom, einfachste Hütten, die Leute leben vom Selbstgefangenen, Angebautem oder Grossgezogenem!  Abends stoppen wir bei einem Schild "Camping" treffen auf Rachel und Trevor mit Baby. Kurzstory: Land gekauft, mit ausrangiertem Schulbus (in dem sie im Moment wohnen) von USA hierhergefahren...Träume in einem sehr einfachen Leben verwirklichen ! Respekt von uns für euch ! Wer sie besuchen will: in der ioverlanderapp gibt es den Platz ab sofort.....!
Wir verlassen die Insel voller Eindrücke wieder zurück nach San Jorge. Langsam nähern wir uns der Grenze von Costa Rica. Dazwischen liegt  San Juan del Sur , ein Stadt umgeben mit den besten Stränden und Surfspots in Nicaragua und darüber hinaus! Wieder mal ist "Kopf voll mit Eindrücken" angesagt...und so machen wir ein paar Tage bei einem Luxushostel Pause...
Swimmingpool, Hängematten....alles für uns alleine, da keine Gäste da ! Wie so oft können wir im Hilux campen, und für kleines Geld alles mitnutzen.Wir entspannen und faulenzen, besuchen Beaches und lassen es uns gut gehen.
Nicaragua: Die absolute Überraschung ! Leute, macht da mal "Alternativurlaub !"  Die "wir helfen euch" Aktionen der 80iger und 90iger und bis heute natürlich, sind hier angekommen! Top Infrastruktur---freundliche, lachende Menschen---Naturhighlights ! Wir sind uns einig: Mit ein absoluter Höhepunkt  auf unserem bisherigen Trip !!!

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