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Dienstag, 19. Juli 2016

Oh, wie schön ist Panama!

Lass uns nach Panama gehen, sagte der Tigger zum Bär..."Warum" , fragte der Bär.."Weil es da schön ist" antwortete der Tigger...
Kennt ihr das noch ? Also wir haben die Janosch Bücher immer und immer wieder mit unseren Kindern gelesen. Und Tigger hat recht. Irgendwie ist Panama anders. Wir waren zwar nur 9 Tage da, aber es hätten mehr sein dürfen....!
Der Grenzübertritt war hoffentlich der letzte mit der typischen Centralamerika Bürokratie:
Nee den Stempel gibt es dort....was niemand da? Ach, der macht Mittag. Ja, die Fahrgestellnummer ist falsch....macht doch nix oder ??
Diese Grenze ist die letzte Landweggrenze, die mit einem Fahrzeug passiert werden kann !
Ab Panama müssen ALLE  Overlander ihr Vehicel irgendwie nach Kolumbien bringen....wie bei uns der Hilux, bleibt nur der Weg des Verschiffens, meist nach Cartagena, Kolumbien.
Zwischen Panama und Kolumbien gibt es keinerlei Straßenverbindung....die berühmte Panamericana ist hier immer schon zuende. Dichtester Dschungel, Kokainmilizen und deren Barone, unberühte indigene Völker....das verhinderte die letzten 100 Meilen ...und das wird auch so bleiben: Das sogenannte "Darien Gap"  ist inzwischen Nationalpark und geschützt!
So, und das Papier, was du hier bekommst an der Grenze von Costa Rica nach Panama, ist sozusagen der "Laufzettel" für diesen Verschiffungsprozess, stimmt damit was nicht.....gehe zurück auf Los!
Chris und Les haben Pech: die Fahrgestellnummer ihrer BMW GS/80 ist falsch!
Neues Formular, nochmal anstehen....wieder 2'h länger!
Derweil schaue ich durch die Scheiben der Immigration das Elfmeterschiessen der Deutschen gegen Italien...auch gut !
Endlich Abfahrt. Ein Teil der Hauptstrasse errinnert an die Betonplattenautobahn der Nachkriegszeit. Der Hilux mag das gar nicht. Straff gefedert, mit der Kabine beladen, versetzen ihn die Querrillen in eine ungute Schwingresonanz. Dagmar pusht, und so bei 100km /h ist die "Nick" Frequenz am schwächsten. Wir übernachten in einem Hostel "Casa Berlin" die nette Gastgeberin Bärbel ist nach Panama ausgewandert, freut sich sichtlich über unseren Besuch.
Am nächsten Tag haben wir eine möderlange Strecke vor uns. 380km bis in die Innenstadt Panama city. Hotel ist gebucht.Wir müssen dies schaffen, da wir am darauffolgenden Tag, Montag, früh um 7 unseren Hilux, irgendwo in der Nähe zu eine Polizeikontrolle bringen müssen, bei der geprüft wird, ob der Gute irgendwann in einer "Crimescene" beteiligt war.
Ohne dieses Papier kein Verschiffen. Und schon am Mittwoch müssen wir , auch um 7 morgens, auf der gegenüberliegenden Seite von Panama sein....in Colon, dem Abgabehafen!
Trotz Stau erreichen wir gegen 21.00 Uhr ziemlich geschafft unser Hotel. Morgens um 6 raus, durch einen dreckiges Slumviertel, auf ein Schrottplatz ähnliches Gelände. Hier findet die Inspektion durch einen Beamten statt. Wir treffen Kollegen, kochen Kaffee.....kleiner Overlandertreff hier!
Nachmittags wieder anstehen im Justizgebäude. Wir bekommen für den Lux unseren "Persilschein" Er darf also wieder raus.... aus Panama.
Der Montag ist zuende. Dienstag bummeln wir. Daggi und ich heuern ein Taxi an. Der fährt uns einmal quer durch Panama City. Wir besuchen den Mirador Cerro ancon, ein toller Aussichtspunkt für Skyline und Kanal. Nebenbei ein schöner Spazierweg im "Dschungel". Wir sehen Tucane und ein Faultier!
Mittwoch dann 5.30 MORGENS (!) Abfahrt nach dem 70km entfernten Colon auf der Karibikseite. Also einmal Quer durch Panama. Wir nehmen die Autobahn und stehen gegen 7.30 Uhr im Hafen Manzanillo von Colon. Wir bekommen das erste Papier von weiteren Unzähligen, die nötig sind. Hammerbürokratie, und wir des Spanischen nicht mächtig !
Aber gemeinsam mit Chris und Les, dem Bikerpaar, beißen wir uns durch....Fahrzeug aus dem Pass ausstempeln lassen, Hafengebühren bezahlen, Ladepapiere ausfüllen, immer mal wieder Kopien machen....letzter Step: Ab in den Hochsicherheitstrakt "Fahrzeugabgabe". Dort sitzen wir in der brütenden Hitze...knapp 40 Grad. Warten, warten....warten! Drogenkontrolle mit Hund.
Der Hilux ist hinten voll bis zu den Fenstern! Alles von vorne ist hinten drin. Und dann noch Packsäcke, Satteltaschen, Helme etc von Chris und Les. Da wir nicht selbst in den Container fahren dürfen, muss ein Schlüssel dableiben. Nur die Kabine hinten ist nicht zugänglich und abgeschlossen.Nach ca. 3'h warten, bekommen wir das letzte "Panama Papers" ausgehändigt.
Tschau Lux, hoffentlich sehen wir dich heil wieder...auf südamerikanischen Boden !
Als primitive Fussgänger verlassen wir geschlaucht das Gelände. Alles, außer das was in eine kleine Reisetasche passt, bleibt im Lux. Soll ja auch nur bis Dienstag nächste Woche sein.....!
Wir fahren mit dem Taxi nach Colon, einer absolut verrufenen Stadt, mit einer der höchsten Mordraten in Centralamerika. Es sieht aus, wie in "Beirut", Dreck, Müll, zerstörte Häuser, keine Kanalisation in den Strassen...und das in der Regenzeit. Hammerhart ! Wir beziehen unser Hotel, es ist wohl das beste Haus am Ort...
Wir trauen uns und "streifen"  durch die absolut verwahrloste Stadt...immerhin gesegnet mit der zweitgrössten Freihandelszone "zona libre" ....DER WELT!!.
Chinesische Supermärkte beherrschen die Szene. Und, wow....die Preise sind der Hammer! Alles, vor allem Elektronik, Klamotten etc wird zu extrem niedrigen Preisen angeboten.
Achtung: Kaufrausch....aber wir müssten es ja tragen! So bleibt es doch beim gucken!
Wir fahren mit den Expressbus nach Panama City zurück ! Kosten: 3 Dollar pro Person !
Spätestens Montag müssen wir in Cartagena sein. Bis dahin wollen wir etwas Luxus schnuppern, mieten uns für drei Tage in ein Hochhaushotel, das Wyndham City Center, ein. Supertolle Aussicht, Pool auf dem Dach...und das Beste: Jeden Morgen Frühstücksbuffet vom Feinsten ! Was ein Genuss!
Wir streifen ausgiebig durch Panama City, fahren mit der Metro und Bus zu den berühmten Miraflores Schleusen am Kanal.Und was für ein Schiff wird geschleust?? Die "Spirit of Hamburg".... Besuchen das Museeum mit Schleusensimulator.
Die Tage bis Sonntag vergehen wie im Fluge.
A' propo: Sonntag ist Flugtag. Mit Viva Colombia, "Ryanair" von Kolumbien, fliegen wir erst nach Bogota
(2600m hoch, 16 Grad), dann weiter nach Cartagena (-40m hoch, 35 Grad).
Panama besteht in der Rückschau eigentlich aus zwei Ländern: Panama und Panama City.
Das erste knüpft nahtlos an Costa Rica an, grüner Dschungel, weniger touristisch und deutlich preiswerter. Das andere: Banken und Weltflair mit toller Skyline, modernen Parks, Jogger und Rennradfahrern, Yachten und Glitzerwelt, aber auch "Old Panama city"  ....da sind die Locals und die Caribean people mit ihrer ganz dunklen Hautfarbe und den quietschbunten Kleidern !
Tschau Panama, tschau Centralamerika, tschau Nordamerika.

Hello Südamerika. Nach fast genau 400 Tagen "on the Road" lassen wir den ersten bereisten Kontinent hinter uns, 51000 Kilometer, davon 50500 von Daggi gefahrene Kilometer, liegen hinter uns. Das haben wir geschafft! Auch der Hilux war bis hierher absolut zuverlässig. Wir sind stolz darauf, und freuen uns auf den nächsten Kontinent !

1 Kommentar:

  1. Ich dachte Ihr hattet inzwischen spanisch gelernt. ..., schmeckt das PanamaLager eigentlich, oder ist es nur ein Briefkasten-Beck's-Bier? Ich wünsche Euch auf dem neuen Kontinent weiterhin viel Glück und Energie für und gegen alle Gefahren. Siegfried

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Daggi undManni