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Mittwoch, 29. März 2017

Zurück in Chile: Urlaub mit Freunden (13.01.2017 - 21.01.2017)


Wir schlängen uns durch weite, unbewohnte Landschaft, lassen St. Juan "links" liegen, bis zur argentinischen Zollstation hoch. Es ist kurz nach 18.00Uhr. Grenze geschlossen. Morgen wieder. Wir übernachten nur ca. 1Km vom Posten entfernt, um am nächsten Morgen......uns dann in die bereits etwa 1km lange Autoschlange hinten anzustellen.... Es geht nicht vorwärts. Allerlei Parolen machen die Runde, bis ein Uniformierter bekannt gibt : Erdrutsch ! die Piste über den  Pass zur chilenischen Grenze ist unpassierbar ! Na Klasse. Viele Argentinier, die hier zum Sommerurlaub nach Chile ans Meer fahren wollen, drehen um, wollen den deutlich südlicher gelegenen Übergang bei Mendoza nutzen. So "rutschen" wir in der Schlange vor, wo wir inzwischen auch wieder Marc und Claudia mit ihrem Magirus "entdeckt" haben. Komischerweise kommen Autos von "drüben" an. Man muss verstehen, das von Grenzposten Argentinien bis zum Einreiseposten Chile ca. 180 km nicht asphaltierte Piste bis auf 4850m Höhe mit Flüssen, eventuell Eis und Schnee, zurückgelegt werden müssen ! Die ankommenenden Argentinier werden auf das Genaueste "gefilzt". Alles Gepäck raus aus den Autos, alles wird von den "eigenen" Grenzern untersucht. Chile ist hier in Südamerika "das gelobte Land". Vor allem Elektronik,Smartphone, Laptops, aber auch Sprit, Reifen, Ersatzteile sind um Faktoren günstiger als beim direkten Nachbar, Argentinien. Und es gibt keinen freien Warenverkehr a'la EU, sondern jeder muss Steuern und Abgaben auf in Chile gekauftes bezahlen. So werden hier alle Smartphones, die die Argentinier mit nach Chile nehmen, registriert, und beim Wiedereintritt kontrolliert, ob sich das "alte" Iphone" nicht zufällig in ein neues Modell verwandelt hat....
Ok....nach einer Stunde Wartezeit heisst es plötzlich : "Vamos" es kann doch "rübergereist" werden. Unsere Formalitäten sind easy, und wir werden immer freundlich und zuvorkommend behandelt: ahhh Aleman, Vehiculo Aleman....bueno, no problema !
Wir starten auf die 180km Piste. Hilux und Daggi sind in ihrem Element, und so überholen wir zügig die PKWs.....die mit wenig Bodenfreiheit versehen, die steinige Holperpiste etwas langsamer angehen müssen.
Wunderbare Landschaft, Schnee und Eis auf den Gipfeln um uns herum. Und dann ein "Wow" effekt: Wir fahren durch Felder von 3 - 5m hohen "Eisnadeln" die im Sonnenlicht blau-weiss schimmern!  (siehe Bild) Immer wieder halten wir an, machen Foto's. Marc und Claudia sind inzwischen ausser Sichtweite, 8 Tonnen den Berg hoch.....auch eine Ansage für den Magirus Motor !
Nach eine wirklich "einmaligen" Fahrt , es wird schon dunkel, reihen wir uns in die kilometerlange Einreiseschlange am chilenischen Grenzposten ein. Dort ist Lebensmittelcheck angesagt. Alle Taschen der Urlaubsargentinier werden geröntgt, jedes Auto wird teils mit Hunden durchsucht.Alle frischen Lebensmittel,aber auch Holz, Pflanzen,Honig etc darf die Grenze nicht passieren. Die Gründe sind undurchsichtig, es sieht oft nach Schikane zwischen zwei Ländern aus,die sich politisch einfach nicht grün sind. Wir werden auch gefilzt, eher im Schnelldurchlauf, aber müssen ein aus Costa Rica mitgebrachtes Scheibchen Teakholz abgeben....übernachten irgendwo an einem Fluss, in der Nähe der Grenze, es ist 23.00 Uhr und stockfinster. Bei schönstem Wetter fahren wir am nächsten Tag "runter" auf ca. 1500m, durch ein Weintraubenanbaugebiet, das "Valley de Pisco" landen in der schnuckeligen Stadt Vicunja, finden einen "Hostelcamping" Platz der uns gefällt. Schöner Innenhof, Grills, Küche für alle. Als dann noch Marc und Claudia mit dem Magirus auftauchen und auch entscheiden hier zu bleiben, erleben wir entspannte 5 Tage zwischen Stadtgang, grillen, lachen, viel erzählen, geniessen den chilenischen Rotwein, lassen einfach die Seele baumeln.
Hostelcamping....zum besseren Verstehen. Wir parken den Hilux im Innenhof,"bauen" unser Camp auf dem Parkplatz auf, schlafen natürlich im Hilux, nutzen wie ein Hostelgast alle Facilities wie Küche, Dusche, Wlan...etc....und bezahlen etwa ein Drittel des Preises eines Hostelzimmers.Ist hier auf dem Kontinent eine übliche Sache. Angenehm für beide Seiten !
Und dann kommt die Nachricht, das Chris und Les, das "Bikerpaar" mit der alten BMW, mit denen wir zusammen nach Cartagena verschifft hatten, am nächsten Wochenende eintreffen wollen. Klar, wir bleiben! Grosses Hallo, Marc und Claudia, die weiterziehen Verabschieden, Chris und Les die Eintreffen, begrüssen. Wir reden viel "Motor", Chris hat Probleme mit der BMW, wir checken beim Hilux das Ventilspiel, ich lasse einen Ölwechsel "um die Ecke"  machen. Das Wochenende vergeht wie im Fluge, Abschied, wir rollen los, es ist Mitte Januar, und es sind noch viele Tausend Kilometer "Süden" vor uns !

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