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Montag, 3. Oktober 2016

Ecuador, die absolute Wundertüte: Wir starten in der Finca Sommerwind !

Finca Sommerwind: keiner kann sich dem "Zauber" entziehen...komm' wir bleiben noch...
Der Grenzübertritt nach Ecuador ist erschreckend unkompliziert: Pass vorlegen, Foto vom Auto gemacht, 90 Tage Visa eingestempelt, sehr freundliche Bedienung, "welcome to Equador"!
Ok, wie immer erst ein Blick auf die Währung: US Dollar ! KeinProblem, ist eh überall die Reservewährung. Ein Blick auf die Zapfsäule haut uns im positiven Sinne um: 3.8 Liter Diesel:1 (EIN!) Dollar ! Literpreis also 23 eurocent! Die Strassen nach der Grenze: wie ausgewechselt. 4-spuriger Ausbau,besser als in Deutschland, führt in Richtung Ibarra, unserem Ziel für heute.
Erster Eindruck: nicht mehr alles links - rechts eingezäunt, nicht so "eng" besiedelt wie Kolumbien....mehr offene Landschaft. Wir erreichen die Finca gegen 17.00 Uhr. Kurz darauf trifft auch die "Frosch" Rundhauber Besatzung mit den zwei Kids ein.Wir werden von Hans und Patricia, sowie der Tochter, herzlich begrüsst. Einparken-Motor aus- das wars für den Hilux für die nächsten drei Wochen !
Finca Sommerwind: einer der speziellen Overlandertreffs, wo jeder hängenbleibt...und alle die du triffts wissend nicken und grinsen: na, wie lange wart ihr dort ??
Schaut mal hier:  www.finca-sommerwind.info
Hans und Patricia, deutsche Auswanderer, haben hier eine "Wohlfühloase" geschaffen, mit "deutscher Akrebie" genau das Anbietend was Overlander brauchen: Top Sanitär, weitläufiges grades Gelände, Waschmaschine, Wifi, Communityküche mit allem was dazugehört, offene Werkstatt mit Schweissgerät, etc....! Und am Wochenden öffnet für alle das "Cafe" wo es von Schwarzwälder bis Currywurst all die Leckerereien gibt, die dem Overlander schlaflose Nächte bescheren. Und zu all dem organisiert Hans Grillabende, Ausflüge, Werkstattbesuche, Arzttermine, Ersatzteilbeschaffung, Visaverlängerungen.....Unglaublich, die Mannschaft dort "verreisst" sich für die Overlander! Hans fährt mit uns zum Optiker in Ibarra, schöne Stadt, es gibt alles dort, bleibt und übersetzt geduldigt, bis Daggi dann eine Woche später eine neue, wieder passende Gleitsichtbrille "auf der Nase hat". Er fährt die Männer in die "Ersatzteilstrasse"....metrische Schrauben, Aluprofile, Dichtungen, ...Hans weiss wo es dies gibt !....und das alles für "Campinggebühr" von 5 Dollar pro Tag und Person !
Und es sind immer Overlander da: Jeder stoppt hier, egal ob Nord -Süd oder umgekehrt. Infos fliessen hin und her.
Der Rundhauber und wir stehen nebeneinander. Die Männer, Thorben und ich bilden ein "Schrauberkombinat".... wir basteln was das Zeug hält. Ich baue aus Aluprofilen ein windsicheres Gerüst für unser Klappdach.Flexen und bohren bestimmt die nächsten Tage.
Als Hans einen drei Tages Ausflug an die Pazifikküste anbietet, und ein einmaliges Erlebniss verspricht, die zwei anderen Paare die auch mitgehen , "noch" ältere Semester als wir, supersympatisch sind, fackelt Daggi nicht lange und geht auch mit...und entkommt so dem geflexe und gefluche....!
So erlebt Daggi mit Hans und "Marion und Bernd, knapp 70 Jahre, Landcruiser", "Karin und Dieter, Südafrika, über 60, Landcruiser mit Dachzelt" einen unbeschreiblich "abenteuerlichen" Trip, hinten auf der Pickuppritsche, die unglaublichste "Bahnfahrt" aller Zeiten, wie man  Kakao macht, durch Mangroven fährt....und das alles wirklich fernab jedes Tourismus. Danke, Hans, nochmal dafür !
Schaut euch die Bilder und Videos an ! Die Zugfahrt....so sieht Abenteuer aus!
Und da ist noch das Klima: Ibarra, 2300m hoch, trocken, Tagsüber 25 Grad, Nachts 14 Grad....ideal also! Die Rennstrecke gegenüber mit interressanten Veranstaltungen am Wochenende.....trägt bei uns auch nicht dazubei schnell wieder zu gehen.
So vergehen die Tage. Daggi und Michi besuchen Samstags noch den "Viehmarkt" in Otavalo,bummeln durch das schöne Ibarra. Wir, die Männer bringen unsere "Projekte" zu Ende.
Neue Overlander ,bekannte und unbekannte, kommen und gehen, es wird nie langweilig!
Inzwischen sind wir fest entschlossen, Galapagos zu besuchen. Wir buchen Flüge, und am 12.09.2016 , parken wir den Lux um,  und er bleibt für 7 Tage bei Hans und Patrica geparkt.
Wir verabschieden uns "vorerst" von Michi und Torben. See you later !
Auf nach Galapagos !
 
Aber hier für unsere Leser: genießt die ersten Ecuador Videos:
Daggi´s Ausflug an die absolut ursprüngliche Pazifikküste. Organisiert von Hans, Finca Sommerwind !
 
 


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Viehmarkt in Otavalo: unglaubliche Szenen zu beobachten !!!:


Donnerstag, 22. September 2016

Gefahrene Strecke in Kolumbien

Wir waren von  10.07.2016 bis zum 01.09.2016 in Kolumbien.

Das Bild zeigt die gefahrene Strecke im Groben. Gpx Datein vorhanden !

Statuenpark St. Agustin - Trampolina de la muerte (Todesstrasse)- Kirche Las Lajas

Wir verlassen die Wüste und fahren die Ruta 45 immer nach Süden.Wir fahren nach St. Agustin, nicht ohne vorher in einem grossen "exito" Supermarkt unsere Vorräte aufzustocken.
Wir haben dort Landjäger "entdeckt" die echt gut schmecken...und laden damit die Kühlbox voll !
Dort in St. Agustin wurden vor nicht allzu langer Zeit praekolumbianische Statuen entdeckt, die in Form und Darstellung so gar nicht in das Maya/Inca Weltbild passen wollen. Vielleicht erhärtet sich da ja endgültig unsere Weltherschafftsalien Theorie ?
Den Stellenwert erkennt man schon alleine schon durch die Ernennung zum Weltkulturerbe !
Wir campen am Ortsrand der, kleinen, aber quirligen Stadt mit netten Geschäften, viele Restaurants die den Tourismus, meist von Einheimischen, dankbar annehmen.
Wen es interessiert: https://de.m.wikipedia.org/wiki/San-Agust%C3%ADn-Kultur
Früh am nächsten Morgen treffen wir wieder auf Torben und Michi mit den zwei Kids !
Sie parken ein, und wir besuchen gemeinsam den schön angelegten Statuenpark mit seinen aussergewöhnlichen Figuren aus Stein, gut erhalten, das "Katzenmotiv" in den Gesichtern und Körpern wieder im Vordergrund, wie schon oft in anderen Ruinenstätten gesehen.
Alles in allem ein lohnenswerter Tagesbesuch, den wir mit einem guten Asado, "gegrilltem" in wohl dem besten Restaurant der Strasse, abschliessen. Wirklich lecker !
Wir beschliessen den Rest Kolumbiens gemeinsam zu "durchfahren" und so geht es mit zwei Autos weiter Richtung "Trampolina de la Muerte" der Strasse zwischen Mocoa und Pasto !
Schon die Anfahrt beginnt mit dem "Ende der Welt" oder auch "fin del Mundo"...einem Regenwaldbereich mit einigen Wasserfällen. Für uns ist das Ende der Welt ein Nachtplatz vor einem, na ja, schäbigen Hostel, direkt vor einer lauter Strasse. Torben hat Geburtstag und bekommt zur Feier des Tages "überbackenes Käsebaguette", und einen Kuchen. Bester Overlandgeburtstag also!
Wir brechen früh auf um direkt hinter "dem Ende der Welt" auf die Piste zu gehen. Ein schmaler 80 km Weg, oft direkt am Abgrund des Andenrückens entlang, verbindet die beiden Städte.
Daggi ist wieder gefordert. Der wenige Gegenverkehr sind oft Trucks, Daggi muss mehrfach zurücksetzten um eine Ausweichstelle zu finden. Als Lohn fahren wir durch unberührte Berglandschaft, die Piste ist immer wieder durch Wasserfälle unterbrochen, die wir queren.
Wir kommen ohne Probleme "drüben" an, die Strasse ist wieder asphaltiert. An der Laguna de la Cocha, ein Art "Naherholungsgebiet" mit einem Bergsee und netten, bunte  Holzhäusern flankiert, essen wir noch "Forelle". Wir bleiben auf 2800m Höhe, machen die Heizung an und übernachten an der Lagune.
Wen es interessiert: http://www.dangerousroads.org/south-america/colombia/3030-trampolin-de-la-muerte-mocoa-san-francisco.html
Tja, wenn wir jetzt auf die Karte schauen, ist Ecuador schon ganz schön nahe !
Und tatsächlich gibt es vor der Grenze noch einen Spot den wir anschauen möchten:
Das Sanctuario Las Lajas. Eine Kirche, die Quasi als Brücke über eine Schlucht dient!
Wen es interessiert:  https://de.m.wikipedia.org/wiki/Santuario_de_Las_Lajas
Wir kommen am Spätnachmittag an. Eine nagelneue Schweizer Personengondel transportiert Besucher bequem vom oberhalb gelegenen Berg nach unten. Wir fahren an  die Bergstation. Es gibt einen grossen terrassenförmigen Parkplatz, komplett leer natürlich. Die Mädels an der Kasse freuen sich und : "klar, könnt ihr hier campen.alles Sicher und gut" Freies Wifi--saubere Toiletten---keine Kosten. Das macht Kolumbien aus: die Leute freuen sich, das wir die Mühe auf uns nehmen und ihr Land besuchen!! Unglaublich freundlich! Zur Feier des Tages gibt es "Torben und Daggi"  Käsespätzle. Unsere letzte Nacht in Kolumbien !
Wir sind am Morgen die ersten Gäste der modernen Seilbahn. Vielleicht war es ihr noch zu kalt?
Im Schneckentempo bewegt die Gondel sich talwärts. Eben viel Zeit zum schauen. Erst im letzten Moment taucht dann die Kirche auf....und ja, es ist ein wow Effekt!  Wie ein "Neuschwanstein" verbindet die Kirche beide Schluchtenseiten...unten läuft ein Bach, dessen Wasser heilig sein soll!.Nach ausgiebigen Fotoshooting und Rundgang "gondeln" wir wieder zurück. Und fahren gemeinsam zur Grenze nach Ipiales!
Kolumbien, grosses freundliches Land. Dein Wert liegt eindeutig bei den Menschen, die es bewohnen !
Aber : um Dinge einordnen zu können, muss man weiteres erleben !!!
Auf nach Ecuador!