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Freitag, 3. Juli 2026

Leben mit den Einheimischen - 6 Monate Nea Koroni, Peleponnes Teil 3: - Freiheit heißt "sich selber kümmern" -

Nach kurzer "Freischneideaktion" mit der mitgebrachten Astsäge, um den Camper durch die Olivenbaumallee vor das Haus zu bugsieren, nehmen wir unser Haus "in Besitz". Der Eigentümer ist nicht da, wir nehmen den Schlüssel aus der Box, und, na klar, zuerst darf Oskar raus. Er findet das gar nicht lustig, und versteckt sich für´s Erste. Wow, groß ist unser Haus ! Und: Griechisch typisch nur mit dem Nötigsten eingerichtet !

So sind wir doch "einige Tage" damit beschäftigt den "Hausstand" aus dem Camper in unser Haus einzuräumen. Inzwischen haben wir auch unsere "Leihkarre" in Petalidi, dem Nachbarstädtchen abgeholt, und sind mobil für die nötigen Besorgungen. Es macht einfach keinen Sinn, den 6.36m langen Camper dafür herzunehmen! Tipp: Leihauto hatte ich schon bei der Besichtigung im August 2025 "bestellt und reserviert". Sonst guckt man hier in der Gegend "in die Röhre", denn der Flughafen Kalamata mit seinen Leihautofirmen, öffnet erst Anfang April !

Ok, machen wir es kurz: Das mitgebrachte Werkzeug hatte in den ersten Wochen echt was zu tun...

Heizung in Betrieb nehmen, dazu 50kg Gasflaschen beschaffen (Leihauto !), erstmal an den Anschlüssen neue Dichtungen setzen, Baumarkt suchen, Teppiche beschaffen, (Kacheln sind kalt!), Fenster abdichten, Solaranlage warten....die Liste, die wir abarbeiten ist ziemlich lang. Wir verstehen jetzt, das George, der junge Eigentümer, die Leute sehen will, die "das Haus" mieten möchten. Mit "Touristenmentalität" kommst du hier nicht weiter.

Leider setzt uns auch das Wetter ganz schön zu. Von wegen "Winterescape". Wir kratzen auch unter Tage knapp an zweistelligen Temperaturwerten.....und : es schüttet !! Tagelang !...Na, klar und um 17.30 Uhr ist es dunkel....

Dazu erleben wir heftige Stürme, Wasser wird durch die Verandatüren gedrückt...! Zum Glück haben wir eine "Gaszentralheizung" , mit der wir immerhin nach zwei Wochen auch warm duschen können !

Zum Glück steht der Camper vor der Tür.

Aber belohnt werden wir hier immer wieder durch eingestreute Sonnentage ! Dann sind wir mit den E-Bikes unterwegs, ach wie schön ist das, wenn auch nur erstmal 1-2 Tage am Stück, bis der Regen wieder kommt.

Hier zeigt sich dann auch, warum wir gerade hier nach Messini wollen: immergrüne Olivenlandschaft, die jetzt schon anfängt üppig und in allen Farben als Teppich darunter zu blühen beginnt !

Unglaublich ! Und das "Blütenmeer" geht bis an den Straßenrand. Teilweise sind die "Backroads" die sich über die grünen Hügel und durch die unendlichen Olivenhaine ziehen, bestens asphaltiert, und quasi ohne Verkehr ! Und so kommen auch schon viele, viele Radkilometer zusammen, weil das einfach so ein Spaß macht, die Hinterlandschaft zu befahren. Und dann blinzelt wieder irgendwo das blaue Meer hervor.....eine traumhafte Kulisse !!

Seht selbst:




Oskar darf nach 4 Tagen schon raus. Er ist nicht mehr zu halten. Vorsichtig erobert er die große, rund um das Haus gehende Veranda, um schon bald sich dem 16000m2 Grundstück, fernab jeder Straße, zu widmen....!

In unserer Ärea, findet natürlich um diese Zeit keinerlei Tourismus statt. Wir sind froh, das hier aber ein ganz normales "Dorfleben" herrscht. So ist es immer ein Highlight in unser Stammkaffee in Nea Koroni, das Plateia, zu laufen, zu radeln, zu fahren. Ein mega leckeren Capucchino zu schlürfen, und einfach am Dorfplatz zu sitzen. Im Nachbardorf, Agios Andreas, hat eine sehr gute Taverne auch Winters offen....die hält uns "am Leben" mit bestem, einfachen Essen, einem Schwatz, und als es auch noch einen Kaminofen dort gibt.....haben wir unseren Stammplatz. Wir sind inzwischen bekannt, werden immer sehr freundlich begüßt, die verrückten Deutschen halt, die im Winter hier her kommen....

Und so......werden wir, so daß das überhaupt geht....zu "Griechen" , was das Denken, die Zeitabläufe, etc betrifft....und das macht es für uns in der Reflektion so wertvoll, auch in der "Winterzeit" hier zu wohnen, im kleinen Supermarkt den Alltagseinkauf dankbar zu machen, und dem Wirt, der wegen zwei verkauften Kaffee am Tag, seine Kaffee offenhält, da es der Dorftreffpunkt ist, ein "Danke" zu sagen.....!

Und klar, wir gönnen uns "highlights": bei wirklich schönem Wetter auf den Markt nach Kalamata, das bunte Treiben lässt uns vergessen, in Europa zu sein !

Zum Cafe "Tzitziki", im Winter einer unserer Lieblingsspots, ob mit Rad oder Auto: unter Palmen, mit Blick aufs Meer....Capucchino, frisch gepressten Orangensaft und einen "Bougatsa" , das leckere griechische "süße Stückchen" aus Blätterteig mit Vanillecreme drin...

Oskar ist inzwischen Mega gut eingewöhnt, wir konstruieren ihm eine Katzenklappe, wo er rein und raus kann , wie er mag !

Und wer fehlt im "Take one" der "Hausbesetzung" natürlich ? Aris, unser Pferd, was hier das (noch) saftige Grün kleinhält, und nach zwei Wochen Kampf "Mann gegen Pferd" haben wir unseren Terrassen/Eingangsbereich auch durch Spanngurte und Leinen "Aris sicher " gemacht, ansonsten wären

 Dagmar´s liebevoll gesetzte Blumen .... ruckzuck verspeist !



Eingerichtet: drin wie draußen !



Aris : Blick in die Küche !
Oskar übernimmt die Veranda    Tsitsiki open air Kaffee bei Koroni



Samstag, 27. Juni 2026

Leben mit den Einheimischen - 6 Monate Nea Koroni, Peleponnes Teil 2: - Überfahrt und Ankunft -

 Das Gefühl passt : Alles erledigt, das deutsche "Zuhause" abgeschlossen, und endlich : wenn ich nach links blicke, sitzt wieder "die Richtige" am Steuer.

Ungewohnt leise und schnell zieht der neue Camper auf der Autobahn seine Spur: mit 120km/h konsumiert er grade mal 8 Liter Diesel. Schätze, das hat unser 30 Jahr alter Laster mit seinem 6.3l Motor.....sich für einen rußigen Kaltstart mit Warmlauf in den Anden mal eben so hinter die Binde gekippt....

Und Magie : Oskars Gemaunze verstummt auf der Autobahn etwa auf der Höhe von Malsch....als ob ihm jetzt klar würde : "Es geht nicht zum Tierarzt"....der seine Praxis eben da hat.

Und so kommen wir gut voran ! Oskar beobachtet den einschläfernden Swing der Wischerblätter, es regnet natürlich, und ergibt sich still seinem Schicksal.

Das lässt unser beide Laune steigen, hatten wir doch mit "Dauergejammere" gerechnet. Vignette für die Schweiz ( Ja, keine "Schwerlastabgabe" mehr) vorab elektronisch gebucht....lässt uns ohne Halt am Schlagbaum weiter düsen....quer durch das Land, immer Richtung Como.

Unser Tagesziel erreichen wir problemlos. Eine Grosstanke in Italien, mit Parkplatz für Trucks, wir parken ein, Heizung an, und Motor aus. Tipp: In Italien ist das "Übernachten" an Autobahnraststätten prinzipiell erlaubt, in der Schweiz nicht pauschal !

Oskar darf jetzt im Wohnraum des Campers aus seine Box: Schnurstracks hoch ins Bett...an die Seite gekuschelt, klar schon etwas verängstigt, aber das legt sich schnell, als wir uns auch dazulegen !


Sooo gemütlich ! Unsre 1te Nacht - zu dritt -!!


Der nächste Fahrtag endet problemlos in Ancona. Und: tatsächlich wärmen uns die ersten Sonnenstrahlen! Die Vorfreude auf den "Winterescape" steigt !

Es muß ein belustigendes Bild sein, als wir am Desk der Fähre in unsre Kabine einchecken:
die Katzenbox mit Oskar, das Katzenklo , eine große blaue Stabilo Schütte , Tasche mit Trog,Futter, etc.... und ja auch eine Zahnbürste für uns...!
Kaum die Kabine aufgeschlossen, Oskar aus der Box, und schon unter die Bettdecke....ohne irgendein gejammere !!! Top, wie das klappt !


        
                                       
Oskar´s Methode: in die Ecke, Augen zu und durch!

                                       


Sonnenstrahlen ! Mehr davon, bitte !

                                                                                                        

Und so landen wir - reichlich verspätet - am nächsten Abend in Patras ! Fahren noch ca. 70 Km Richtung Westen....und übernachten an einem schönen Parkplatz....direkt am Meer.

Gut ausgeruht machen wir uns auf die letzte Etappe. Ein Gefühl "wir kommen heim" macht sich breit, als wir auf die "Zielgerade" einbiegen---die letzten 20 Km an der Küste entlang, wir kennen jeden Meter hier : .....Petalidi......Agios Andreas......und dann : Nea Koroni !!!!

Für Dagmar ein sehr spannender Moment : Zum ersten Mal, wird sie "live" sehen, wo wir die nächsten 6 Monate verbringen wollen, und nur soviel: 2 Km raus aus Nea Koroni "unserem Dorf", und dann steht Sie das erste Mal vor dem Schiebetor von unsererm Haus.....und ist begeistert!!!

------------wird fortgesetzt----------------

Donnerstag, 25. Juni 2026

Leben mit den Einheimischen - 6 Monate Nea Koroni, Peleponnes Teil 1: - Vorbereitung -


Unser Haus : hier leben wir zu "viert" seit dem 15.01.2026

Nach dem Verkauf unseren Lasters, der Anschaffung eines neuen, ja nagelneuen Campers , ein Bus von Weinsberg, wollen wir "auf der Couch geplant" ein neues Experiment wagen: wir ziehen in eine großes, etwas abgelegenes Haus in unser beider "Lieblingsarea": dem Westpeleponnes, genau gesagt geht es nach Messini, in der Nähe von Koroni !

Wir kennen die Gegend sehr gut. Mehrfach haben wir da schon "Winter" verbracht. Mal Stationär, mal mit dem Laster. Die Faszination, warum es genau da sein muß, ist schwer zu beschreiben. Landschaftlich eine immergrüne Hügellandschaft, geprägt von Anbau der berühmten Kalamata Oliven.....Kalamata ist die Provinzhauptstadt, ca. 40 km von unserem Standort entfernt. Das Meer, der messenische Golf, ist nur ca. 2 km entfernt von uns. Der Blick erhebt sich, und endet gegenüber des Golfes an der Mani, der nächsten Provinz, und fängt sich an der Bergkette des Tayghetosgebirges, bis in den Frühsommer sind die schneebedeckten Spitzen des 2500m hohen Tayghetos gut zu erkennen! Somit sind erstmal alle zufrieden: Daggi mit den Hügeln und den Bergen, Manni mit dem nahen Meer....!

Diesmal werden wir aber von Anfang an zu dritt hier leben: Oskar, unser Kater wird uns begleiten...und ob unsere Standort hier seine "Needs" erfüllt...wird sich zeigen.

Schon im Spätsommer 2025 haben wir "unser Haus" angemietet: Es entspricht so überhaupt nicht dem "deutschen Hausideal" ! Wir sind jetzt Besitzer von 16000m2 Grund, ca. 200 Olivenbäumen, einem Pferd  namens "Aris"....sowie einem griechischen Haus mit ca. 120qm Wohnfläche !

Ein Traum, möchte man meinen !

Das Haus ist "autark" Strom wird ausschließlich mit der lokalen Solaranlage erzeugt, sowie in einer immerhin 12 KW großen Batterie gepuffert.

Und: ja, es gibt eine Heizung ! Aus unseren zurückliegenden Aufenthalten wissen wir, das auch hier "Winter" ist....und nicht nur "eitel Sonnenschein"....ein offener Kamin ist auch da, also sind wir doch hier bestens gerüstet, um auch mal "ein paar Tage" schlechtes Wetter komfortabel auszusitzen.

Die Vorbereitungen sind diesmal anders also sonst: Klar, es muss der Camper gepackt werden, aber nicht so sehr mit den "needs" für permanentes Reisen, sondern : Hausstand rein ! 

Häuser in Griechenland sind meist nur mit dem nötigsten ausgestattet: kaum jemand kocht da regelmäßig, wenn da maximal zwei Wochen Urlaub gemacht wird! Ja und warme Bettdecken brauchst im Sommer natürlich auch nicht.....

Ja und dann: OSKAR ! Unser Kater brauch vor Ort ja mindestens seinen Lieblingsschlafturm......

Und so wird das "Warenlager" in unserem Haus immer länger in der Vorbereitungszeit:

Staubsauger, TV Set (Fußball WM), beide E-Bikes sind gesetzt, Klamotten warm und kalt, Basteln und Bücher, zumindest "kleine" Werkzeug und Maschinenausstattung, Küchenausstattung wie Mixer, etc...

Oh Gott !!!!! Der Berg wächst immer mehr. Und: diesmal sind wir auf 3,5t  Fahrzeuggewicht begrenzt, die wir auch irgendwie einhalten möchten.....

Schaffen wir ! Diszipliniert fertigen wir eine Liste mit Gewichten der Gegenstände an, die Verladen werden. Und dann ab auf die Waage:


Yeah !.....Daggi noch, Tank noch vollmachen, Kater rein , passt!

Geschafft !!! Abfahrtgewicht Tank voll, alles drin: 3400 KG !!! Mega !

Unsere Fähre legt am 13.01.2026 abends von Ancona ab.

Und so geht unsere Abenteuer los: am 12.01 wird unser lieber Oskar in seine Kiste gepackt, zwischen uns beide festgegurtet....unser neuer Bus ist ein dreisitzer.... und ja, unter Protestgemaunze, setzen wir uns in Bewegung ! Nea Koroni : wir sind auf dem Weg !!!

Auf geht´s ! 12.01. Abfahrt zu dritt !

----------Wird fortgesetzt mit Teil 2: -Ankunft und die ersten Wochen-






Montag, 17. April 2023

Reiseberichte, aktuelle Bilder, was erleben wir gerade ?

Hallo Deutschland...
nach einigem Hin-Her Überlegen, wollen wir tagesaktuelle Berichte, Wo sind wir gerade ??, Was machen wir??
.....nur noch über "Polarsteps" veröffentlichen.
Durch die z.t. sehr schlechten Internetbedingungen, vereinfacht uns das das "Mitnehmen" extrem.
Bitte habt Verständnis dafür. Vorteil ist, wer will kann uns wirklich "Taggenau" verfolgen.

Die Reise ist "Öffentlich"....ihr braucht keinen Zugang, keine App oder sonstwas: klickt einfach hier unten drauf: 

Unsere Reise verfolgen


Danke für euer Verständnis !
Natürlich gibt es mehr Bilder wie gewohnt unter:

"Bilder Südamerika 2023"


Wir freuen uns über Feedback, gerne auch über Polarstep!!
Daggi und Manni

Samstag, 4. März 2023

Argentinien : Pesos, Dolar blu, Western Union…….was geht da ab ??

 

Grenze. Fray Bentos. Gemeinsame Grenze Uruguay / Argentinien. Es kribbelt immer, ob der Bürokratie die zu erledigen ist !

Mit der schon gemachten Erfahrung ist uns das Verfahren klar : Unser Laster brauch eine Einreisegnehmigung, und natürlich wir „Menschen“ auch. Der Laster bekommt ein Papier namens „TIP“…….eine zeitlich begrenzte Genehmigung, den „deutschen“ Kollegen im Einreiseland legal zu bewegen….und wir müssen natürlich zur „Migracion“ um unser Touristenvisa zu bekommen…!

Einer der Herren, freundlich wie so oft, nimmt unsre Fahrzeugpapiere in Empfang, und kümmert sich drum ! Kurze Zeit später halten wir das TIP für Argentinien in den Händen, und können auch unser TIP für Uruguay „abgeben und beenden“.

Während des Wartens schauen wir uns im Grenzbereich um…..einige Container Buden stehen da mit „Cambio“ Schild. Und schon können wir Dollar zu dem „Dolar blue“ Kurs in Pesos tauschen.

Und das ist eine der Besonderheiten der „Geldbeschaffung“ in Argentinien: es existiert eine „Schattenwährung“ basierend auf dem US Dollarkurs ! Während der „offizielle“ Umtauschkurs , z.b. bei der Bank, am Geldautomat….etwa 180 Pesos pro Dollar ist, bekommt man bei der „Umtauschbude“………...fast das DOPPELTE ! 1 Dollar …..wir bekommen 370 Pesos !

Warum ?? Die Inflation ist in Argentinien dermaßen hoch, fast 100% ! Also bitte nicht jammern, Deutschland ! Und der Argentinier bekommt „offiziell“ von seiner Bank so gut wie keine Auslandswährung….um sein „sauer verdientes „ vor dem rasanten Wertverlust durch die Inflation zu schützen !

Und somit sind die Argentinier bereit, das doppelte als den offiziellen Umrechnungskurs der Staatsbanken für einen US DOLLAR zu bezahlen ! Krasse Situation, die uns mal wieder „den Kopf zurechtrückt“ was die heimische Situation betrifft !

Für uns natürlich extrem komfortabel: die Preise für Sprit, Lebensmittel, Camping, alles halt, HALBIEREN sich quasi !

Beispiel: der Liter Standarddiesel kostet aktuell 190 Pesos, also etwa 50 Cent…...für uns !

Hinter der Grenze also erstmal „vollgetankt“, dann einen der hier verbreiteten „Carrefour“ Supermärkte zum Großeinkauf angefahren…...und hier gibt es den nächsten „Kopfverdreher“:

Die Argentinier kaufen die Regale leer ! Und zwar die Coca-Cola, AXE DEO, Kosmetikartikel, Bier, Weinregale…..unglaublich ! Die Auffüller im Großmarkt kommen nicht nach…. Die leeren Großgebindekartons liegen einfach in den Gängen rum.

Erklärung ???? Ganz einfach : Heute gekauft……..morgen wird es teuerer !! Also wird sofort jeder Verdienst in „Waren“ umgesetzt…..und auch in welche, die sich wieder einfach „Klein Verkaufen“ lassen…...das AXE DEO kostet nächste Woche 10% mehr……..krasse Logik, die uns erstmal still macht…….unser Großeinkau ist unverschämt billig…...einmal „alles“ mit Markenprodukten, Fleisch, Wein, …...ca. 50.- !


Heute bekommen wir für 1 Euro : 396.- Pesos z.b. bei Western Union

Tja, pech gehabt ! Die Bank tauscht in Argentinien "offiziell" heute also 210.- Peso für 1 euro!


Der selbe Einkauf wäre in Uruguay 4 mal so teuer gewesen !!

Der „Irsinn“ wird so weiter gehen: Ok, „Europäer“ du hast keine „Bar Dollars“…..na, kein Ding !

In den grösseren Städten gibt es immer „Western Union“ Filialen. Mithilfe der auf dem Smartphone installierten App, überweist du dir selber Geld, direkt vor der Filiale stehend, zur „Barabholung“…...ja und Western Union rechnet mit deiner deutschen Kreditkarte in „blu Dolar2 ab…..so steht dem permanenten, „preiswerten“ Geldfluß nichts im Wege…...außer die Warteschlangen vor diesen Filialen…..da kann es schon mal 2´h oder mehr dauern, bis man zum Zuge kommt….!


Verrücktes Argentinisches Währungssystem…...2017 haben wir SIEBZEHN Pesos für einen Euro bekommen, 5,5 Jahre später : 390 Pesos!!


Somit ist Argentinien ein tatsächlich sehr preiswertes Reiseland…..für die „privilegierten“ mit „harter“ Währung !!


Samstag, 18. Februar 2023

Wir rollen.....immer Richtung Süden !

Hallo Deutschland !

Nachdem wir uns im "Schweizer Overlandresort" bei Heinz und Sylvia sortiert hatten, heisst es endlich:

Diesel starten ! Wir fahren erstmal zu einem "Decathlon" mit der Hoffnung, unsre geklauten Softshelljacken zu ersetzen. Ja, "Decathlon"gibt es auch in Uruguay !

Und wieder wird uns "der Kopf verdreht" was das "wie tickt die  Welt" Wissen betrifft !

Riesen Mall, aber.....nur der aus deutscher Sicht "billigster Kram" ,wird hier für teures Geld angeboten !

Gilt "Decathlon" in Europa eher als "Billiglabel" schießt das hier den Vogel ab: Regenjäckchen bei uns für 19.90.- werden hier für schlappe 60 Dollar verkauft.....und ja, sie werden verkauft ! Softshelljacken, so was wollten wir eigentlich als Diebstahlersatz ,  gibt es 5 Stück im Ständer.....einfachste  Ausführung, nicht meine XXL Grösse, ab 150.- euro...

Warum werden die "reichen" Urguayaner, die sich hier tümmeln und kaufen "so hinters Licht geführt" ?

Wir wissen es nicht...erstehen eine "Notregenjacke" für mich und fahren endlich von der Hauptstrasse weg, aus dem Stadtgürtel raus, Grobrichtung Grenzübergang Fray Bentos. 

Der Diesel schnurrt, wir kommen gut voran. Erster Nachtplatz bei "Florida" (schaut ins Reisetracking)

Nach 10Km Wellblech, wunderbarer Nachtplatz! Ruhig in der Natur, an einem Fluß gelegen, schlafen wir Top, soweit dies bei den aktuellen Temperaturen möglich ist. Es ist heiß. Unter Tag bis 40 Grad, nachts kaum Abkühlung. Also ab ans Wasser !!!! Wir fahren bis zum "Lago Andresito", ein See mit, na ja, gefühlt 30cm brauner Wassertiefe. Es ist Sonntag Nachmittag, und das weitläufige Seeufer noch mit Locals, Familien, Zelten, gut gefüllt.

Solche Plätze gibt es oft und überall ! Campen ist meist komplett umsonst, es gibt Grills, manchmal ein Spielplatz, machmal Sanitär oder auch nicht. Eine tolle Sache, um mit der "Familie" rauszukommen, auch mit schmalen Geldbeutel zusammen Freizeit zu genießen ! Wir wissen genau, das sich der Platz am Abend leeren wird, da das Wochenende "zu Ende" ist......und so ziehen wir den Laster auf einen der wenigen möglichen Schattenplätze, Feierabend ! Entspannte Stimmung, alles passt, wir bleiben noch einen Tag, packen die E-bikes aus, machen einen 30km Ausflug ! (Lago Andresito -> Reisetracking)

Am 7.2.2023 erreichen wir Fray Bentos, Grenzstadt am riesigen Rio Urugay.


Sonnenuntergang am Rio Urugay

"Wilde" Pferde am gleichen Fluß, neben uns !

Auf dem Weg dorthin, fahren wir durch riesige Weidelandschaften, fast ohne Besiedlung. 

Das erste Mal stellt sich wieder diese "Weite" Gefühl ein, was wir in Europa so vermissen.

Die Straße verschwindet am Horizont, von keiner Siedlung links/rechts unterbrochen !

Dann "Fray Bentos" ! Die Stadt ist berühmt, hat vielleicht in den 1960 - 1980 iger jeder mal in der "Hand gehabt" 

Denn von dort aus wurde "Corned Beef" in den typischen Büchsen millionenfach in die ganze Welt exportiert !


Das waren Sie ! Die original "Corned Beef " Büchsen aus Fray Bentos


Wir besichtigen die riesige, verfallene Fabrik ! Unesco "Weltindustrieerbe"  Haben Glück und treffen auf einen jungen Deutschen, ein "freiwilligen Dienstler" der uns eine tolle Führung gibt ! Beeindruckend ! Zu Spitzenzeiten (Vegetarier bitte "Augen zu und durch") wurden hier über 400.000 Rinder jährlich zu "Liebigs Fleischextrakt" und später eben zu "corned beef" verarbeitet.

Wer mehr lesen möchte: 

  https://de.wikipedia.org/wiki/Liebig%E2%80%99s_Extract_of_Meat_Company

Wir fahren natürlich mit unseren Fahrrädern, und kehren Spätmittags zu unsrem Stellplatz direkt am Rio Urugay zurück.

Was gibt es sonst noch ? Der Laster ist supersparsam bei den Bedingungen:  80km/h, gute Strasse: 13.5l/100 Km ist "rekordverdächtig"

Die Aussendusche funktioniert Top, wir nutzen Sie fast jeden Tag  !

Daggi hat schon mal für etliche Kilometer "das Lenkrad übernommen" !


Frau am Steuer !!!


Urugay ! Diesmal haben wir dich länger besucht als 2017. 

Die Uruguayaner sind ein superfreundliches "Völkchen", immer interressiert und auch immer hilfsbereit ! Immer mit dem typischen "Mate Tragekörbchen" unterwegs....Thermoskanne und Matetrinkgefäss enthaltend. Wir treffen viele mit "deutschen Wurzeln" in zurückliegenden Generationen....und somit finden Sie uns "Alemans" durchaus sympathisch !

Für uns aber auch ein sehr teures Land. Das Preisniveau, auch für einfache Dinge ist deutlich höher als in Deutschland ! Technische Güter, wie unser neues Autoradio, sind von vorne herein in US Dollar bepreist. Der US Dollar wiederum ist bei genügend vorhandenen Uruguay Pesos problemlos erhältlich.

Um So erstaunlicher, das die "zahlende Bevölkerung" mit minderwertigen Importwaren "abgespeist" wird----für die Sie deutlich mehr "harte Währung" auf den Tisch legen muss, wir wir Deutsche.

Wir verstehen es nicht....aber so langsam beschleicht uns das Gefühl.....das hier Profite gemacht werden, die die Konzerne für ihren beinharten Preiskampf mit der Konkurrenz in Europa brauchen !

Aber, wir versprechen euch, im nächsten Land wird alles noch krasser, unverständlicher und es gibt noch mehr "Kopf verdreht"

Denn es heißt jetzt : Bienvenidos Argentinia ! Und: ab in den Süden !......da soll es kühler sein !

Beste Grüsse nach Deutschland !

Daggi und Manni

Freitag, 3. Februar 2023

Wenn man kein Glück hat, kommt oft noch Pech dazu !

 Hallo Deutschland....

....am Montag, 30.12 endlich die erlösende Nachricht von Eduardo, unserem Agent, der uns die Hafen und Zoll Prozeduren erleichtern wird "come over, bring Dollars, we go to the harbour !"

Wir gehen beide zum Büro, nur wenige 100m von unserem Hotel entfernt. Im Gänsemarsch mit mehreren weiteren Kollegen geht es zum Hafen, wir fahren durch den "Containerdschungel" zum Abladeplatz unserer Fahrzeuge. Da stehen sie, die "Abenteuerfahrzeuge" : Unimogs, die MAN Trucks, aber auch "normale" Wohnmobile, dazwischen unser Lasterle. Alles meist Fahrzeuge aus Deutschland oder Schweiz.

Diesmal muss ich den "Gang" durch die Behörden machen, da nur der im KFZ Schein als Besitzer eingetragene, diese Abwicklung machen darf !

Aufgeregt quetsche ich mich durch die engen Reihen, der Check der Fahrzeuge steht an !

Die Siegel der Reederei an der Kabinentür sind ganz.....aber die Tür ist nicht richtig verschlossen.

Dann die Realität nach dem Öffnen: der Inhalt von Küche ist auf dem Boden verstreut, viele Schränke stehen offen, die Vakkuumsäcke mit unsren Klamotten, sorgfältig auf dem Bett verzurrt, alle offen, durchwühlt, die Matraze ölig schwarz !

Im Hängeschrank klafft anstelle des Radios nur ein Loch..



Jetzt dämmert die Gewissheit : Auch wir wurden leider "Opfer" der Einbruchsserien auf der Grimaldilinie Hamburg - Montevideo. Zusammen mit dem Agent und einem Hafenmitarbeiter erstellen wir ein "Schadensprotokoll" , und von links und rechts kommen Rufe: "Meine Schuhe fehlen"..Mein Werkzeug ist weg"...

Wir fahren frustiert zum Zoll, erledigen die Formalitäten. Unser Fahrzeug darf jetzt ein Jahr in Uruguay bleiben !

Damit wäre das "offizielle" erledigt....Daggi wartet draussen auf einem grossen Parkplatz...und dort sammelt sich der geschädigte Fahrzeugtross, wir tauschen uns aus. 

Wir wollen jetzt nur noch so schnell wir möglich raus aus der Stadt, einen Platz anlaufen, wo wir in Ruhe Bestandsaufnahme machen können, sowie unserem Lasterle den "Verschiffungstrimm" wegzunehmen, die in Deutschland verrammelten Dachhauben wieder gangbar zu machen, die Aussenleiter wieder montieren.....etc.

Wir fahren noch ca. 85km Richtung Osten, zum "Paraiso Swissa", zu Heinz und Sylvia, uns wohlbekannt, betreiben sie eine "Schweizer Ferienparadies" mit Ferienhäuser, und eben einem "Overlander Camp", direkt am Atlantik gelegen. Beste, erste Anlaufstelle !

Wir fahren gegen 20.00 Uhr auf den Platz, es ist schon Dunkel. Trotzdem wollen wir uns einen Überblick des Schadens verschaffen, klar ist an Schlaf nicht zu denken !

Das schaffen wir nur grob, bis wir aufgeben, Dagmar das Bett richtet, und wir erstmal schlafen...

Der nächste Tag steht ganz im Zeichen der "Bestandsaufnahme".....und wir erkennen immer mehr "Verlust".....es ist gar nicht so einfach den "Haushalt" zu kontrollieren. Immer wieder kommt von einem von uns der Spruch : " Ach, weisst du was auch weg ist...."

Insgesamt beläuft sich der Schaden auf knapp 2000.-  Natürlich verschmerzbar, gemein aber das sich manche Sachen, auf die man sich besonders gefreut hat, hier einfach nicht ersetzbar sind !

Alle Jacken weg, die neuen Crocs weg, ein (kleiner !) Teil des Werkzeuges fehlt, die geliebte Wetterstation----auch weg. Die Kiste mit Fahrradersatzteilen----weg ! und so wird die Liste länger und länger....! Es fehlen "Lieblingsstücke" , wie Daggi´s Kaffeehumpen, an denen Sie wirklich hängt!

Wir bemühen uns, die Laune nicht zu extrem absacken zu lassen......unser Nachbar neben uns hat es noch schlimmer erwischt.....modernes Fahrzeug....mit einem Schlüssel lassen sich da alle Stauklappen bequem öffnen......Schaden deutlich höher......sogar die Ebike Akkus sind weg.....

Also heben wir den Kopf, nix dabei was sich nicht mit Dollars ersetzen liese, und Gott sei Dank : kaum was im Fahrzeug beschädigt !

Wir laden die e-bikes aus...und Daggi fährt los, um einen "Überlebenseinkauf" im nächsten Dorf zu machen.....das rettet uns den Tag ! Wir haben einen Fahrradkorb voll Essen und Trinken !Danke Daggi, das war eine Heldentat. Vor allem, mit dem Ebike auf der Umgehungsautobahn durch die Mautstelle gebrettert !.......klar, ohne was zu zahlen.....!

Ok, so langsam lichtet sich das Chaos....und wir gehen zu "regulären Tätigkeiten" über.

Wasserfilter neue Patrone rein, Wassertank mal "anfüllen", Pumpe an....läuft !.....und läuft.....und läuft.....und läuft ! "Daggi schau mal ,ob der Boiler das Wasser ablässt unterm Karren " "Nein, Pumpe aus, es kommt Wasser aus der Hecktüre" Das hat gerade noch gefehlt ! Jetzt muss es schnell gehen: Matraze hoch, Abdeckung der Wasser/Heizinstallation weg.....eine Pfütze, alles steht unter Wasser ! Nach kurzem Pumpentriggern ist das ein Worst-Case-Szenario: der Druckspeicher, genau gegenüber der Truma Heizung muss genau jetzt einen Gehäuseriss bekommen, und schön mit 3 Bar die Heizungselektronik fluten ! Aus der Heizung tritt ein Wasserschwall aus, und ja, das wird eine Herausforderung: Alles erstmal trocknen, Druckbehälter ausbauen, wieder alles trocknen, dann Heizungssteuerplatine ausbauen, alles trocken, Platine in die Sonne legen.

Könnt ihr den Riß sehen ?

Puls wieder runterfahren, mehr können wir nicht machen. Das Wassersystem ist schnell geflickt. Wir haben alles dabei. Abends dann Einbau der Heizungsplatine......mit Herzklopfen starten wir das System,  oooh ha, es verhält sich normal ! Zum Endtest müssen wir morgen erstmal unsre Gasflaschen füllen lassen !

Also gab es dann am nächsten Tag erstmal ein Großeinkauf in Piriapolis, die nächste Stadt, ca. 20km entfernt. Wir geben unsre Gasflaschen beim Abfüller ab, und ab zum Supermarkt, Standard Einkauf, wir gönnen uns ein neues Radio, einen neuen Beifahrerrückspiegel (ging auf dem Seeweg auch kaputt), und na klar, eine Büchse WD 40 Plagiat (original: 15.-) ! Zurück im "Paraiso", Heizungstest : Gewonnen ! Sie hat den Tauchgang überlebt !

Zum ersten Mal auf dieser Reise, kocht Daggi ein Essen auf dem wiedererwachten Herd. Und es mundet köstlich....!

Das neue Radio läuft, die "Katze des Hauses" gesellt sich zu uns, ein Gürteltier, sowie ein großer Leguan kamen auch schon vorbei.......na, das fühlt sich doch soooo langsam schon nach "Wir sind weit weg von Zuhause, das Abenteuer kann starten" an !

Und das werden wir jetzt so richtig beginnen lassen !

Buenos noches, Deutschland !



Samstag, 28. Januar 2023

"Ein Schiff wird kommen..........."

Hallo Deutschland......

.....wir flitzen durch die Altstadt, den "Puerto Mercado".....und dann raus auf die "Rambla" die große Strasse am Meer entlang, rüber, und dann ganz weit raus zur Leuchtboje an der Hafeneinfahrt ...und dann können wir den Grimaldi Pott endlich live sehen:  Dieses große Containerschiff hat unseren Laster im "Bauch", auf den wir sehnsüchtig warten !

Nach sechs Wochen winken wir Ihr zu.....und ja, jetzt muss unser Laster nur noch "unbeschädigt" angekommen sein !

Wir "lassen euch teilhaben" , an diesem Moment :







Beste Grüsse aus dem sehr warmen (30 Grad) Montevideo, Uruguay !

Manni und Daggi

Donnerstag, 26. Januar 2023

Montevideo...warten auf den Laster !

 Hallo Deutschland,

...es ist an der Zeit, euch allen mal ein "Lebenszeichen" von uns beiden in´s kalte Deutschland zu schicken!

Seit Samstag , 13.00 Uhr sind wir hier in Montevideo, Hotel "Puerto mercado" , mitten in der  Altstadt, mit Fussgängerzonengewimmele !

Doch Eins nach dem Anderen: Am Samstag 21.01....sind wir gegen 11.00 Uhr in Montevideo gelandet.

Nach ca. 20´h "Flugerlebniss", Verspätung und Schneefall in Frankfurt, steigen wir hier in unseren dicken Winterjacken bei...na so ca. 30 Grad aus !

Daggi, die Tapfere, braucht erstmal "Nikotinnachschub", nachdem die Umsteigezeit in Sao Paulo sehr knapp war, und der Airport dort "Rauchfrei" ist.....sei ihr das gegönnt ! Gemütlich sitzen wir draußen auf einem Bänkchen vorm Airport, der wirklich modern und übersichtlich ist ! Die Pässe werden gescannt.....keiner sitzt mehr mit Stempel im Häuschen......schade, der nagelneue Reisepass bleibt leer!

Geld geholt, Cafe von Mcdonald´s, und NEIN wir nehmen kein Taxi zum Hotel! Bus fahren !!! Dagmar´s Leidenschaft wird sofort geweckt, und so ziehen wir unsre drei "Waldi´s" e.g. Rollkoffer, in den Bus mit der besten Chanche, in der Nähe unsren Domizil´s zu landen !!

Und mit Hilfe des GPS (Manni) und dem Richtungssinn (Daggi) müssen wir nach etwa einer Stunde Busfahrt.....nicht mehr weit zu unsrer Bude laufen, kommen dort gegen 13.00 Uhr an !

Zimmer gibt es ab zwei Uhr, und so ziehen wir  (ohne Jacken) gleich los, um das "Revier" zu checken....

Ja, das gefällt uns gut: raus aus dem Hotel, ,links und rechst belebte Fußgängerzone mit Geschäften, Buden, Restaurants....rechts runter ist das bekannte " centro de asado" ....in einer Markthalle ein Grillrestaurant neben dem Anderen!

Im Hotel gleich die Begrüssung eines ebenso "Wartenden" mit: "die Grande Amburgo kommt erst nächste Woche"....unser Schiff, auf dem unser Lasterle, Wolke, steht !

Was soll´s. Können wir ja eh nicht ändern ! So checken wir in ein wirklich brauchbares Zimmer ein, mit Fenster direkt runter auf die Fußgängerzone.....!

Soooo, Sandalen an (noch daheim so eben in den Koffer gesteckt), Pulli aus, ahhh, schon besser !

Wir gehen raus, freuen uns über das richtig tolle Klima, alles was wächst ist satt grün hier, eine Augenweide !

Wir wollen mindestens bis 19.00 Uhr wach bleiben (bei euch ist dann 23.00 Uhr)....um schnell den Zeitsprung zu verdauen...gelingt uns grade so !

Und ab nächstem Morgen, Sonntag, fahren wir in jede Himmelsrichtung mit dem Bus, oder laufen ! Ja, laufen ! Es gibt so viel zu sehen, da vergehen 10km wie im "Fluge"....

Geilo, in Monetvideo gibt es tatsächlich überall Bürgersteige ! Auch grössere Ausfallstrassen: Bürgersteige ! Breit und bequem !, Ja, da macht "laufen" in der Stadt Spaß !!

Und so macht uns das "Stranden" gar nix aus: im Gegenteil ! Wir "gleiten" in unsre neue "Auszeit", verlängern einfach das Hotel bis zum 31.01, den Dienstag, und bekommen "on Top" vom Manager noch kostenlos "Frühstück" dazu ! 😅 Sparerherz, was willst du mehr !!

Sehr gechilled erledigen wir den "Mini" Papierkram, beobachten wie hier alles organisiert ist, stellen uns im Migrationsbüro in die Schlange.....klappt alles , freundlich, hilfsbereit, und ja, das geht auch noch mit Windows 7 Rechnern !!....Und die Dame öffnet halt am Empfang auf ihrem Büropc "Google Translator" und schon geht es weiter....schön, da geht doch das "Kopf wieder zurechtrücken " schon im Kleinen los !

Aber: wir haben noch nie so viele rein elektrisch fahrende Busse gesehen, Wifi in den Bussen ist standard, die Busse sind "sekundengenau" pünktlich, die Tarifstruktur einfach: Fahren bis man aussteigt: umgerechnet 1.20.- euro.

Da verliert Deutschland ganz klar den direkten Vergleich: und wieder mal : Kopf zurecht rücken !

Wir besuchen "Eduardo" unseren Agent, der uns beim Abholen des Lasters behilflich sein wird !

Ein echt lustiger und entspannter Mensch....und na klar, kann er sich an euch erinnern , Flo und Babsi !

Overlandertreff bei ihm grade...und so hat er wohl min. 10 Fahrzeuge diesesmal unter seinen Fittichen!

Heute ist Donnerstag, morgen soll unser Schiff in Montevideo ankommen...."Schau mer mol dann säng ma scho" Eduardo´s gelernter "Bayrisch Spruch" sorgt für Gelächter, aber trifft den Kern !

So vergehen die Tage wie im Fluge ! Simkarte geholt (Claro: Claro , danke für den Tipp Flo/Babsi), Busapp geladen...und wieder von einem Ende zum Anderen !

Und wieder mal "Kopf zurecht rücken" Mobilfunk ? LTE ? nix gedrosselt ! hier sind 30-80 Mbit "normal".....unser "Tarif" : 18GB pro Monat, Whatsapp komplett frei, in ganz Südamerika freies, auch Datenrooming:    zack, bumm : macht 8.- pro Monat ! Na, klingelts??????

Klar, Leben aus den "kleinen" Koffern, mit gerechneten 5 Tagen Hotel....wirft auch lebensbedrohende Fragen auf : reichen die U-Hosen ? Welches T-Shirt ist den nochmals tragetauglich ?....aber seit euch sicher:  Wir meistern das !

Montevideo kannten wir bis dito auch nur aus 2017, kurzes Intermezzo zu Hiluxabgabe, als es wieder zurück nach Deutschland ging.

Jetzt können wir wirklich sagen, ein echtes Dejavu ! (Cartagena 2016,  fast 2 Wochen warten auf unseren Hilux)

Und wiedermal müssen wir uns lächelnd eingestehen : Es gibt viel schlechtere Plätze, um zu Stranden und zu Warten !

Ahhh, und jetzt kommt der Bus: Tschüüüüüsss , bis bald, Deutschland !!!!



Daggi und Manni 

...und klar, wir freuen uns immer tierisch über eure Kommentare !!




Freitag, 30. Dezember 2022

Frohe Weihnachten und ein gutes, erfüllendes Jahr 2023 !

 ....das wünschen wir allen, die hier mitlesen, reinschnuppern, "einfach" mal klicken.

Verfolgt eure Träume, wartet nicht zu lange mit deren Verwirklichung !



Wir freuen uns auf ein Wiedersehen !


Dagmar und Manfred

Es ist soweit : am 20.01.2023 verlassen wir Europa........

 Hallo Deutschland !


Bei klirrender Kälte am 18.12.2022 im Hafen Hamburg !
Könnt ihr das Schild lesen ???


Nachdem Corona wohl wirklich "ausläuft", konnten wir endlich unsre Reispläne konkretisieren.

Unser "Lasterle" ist seit dem 28.12. 2022 unterwegs auf der "Grande amburgo" von Grimaldi mit dem Ziel "Montevideo Uruguay".


Alles eingepackt, den "Hausstand" auf den Laster übertragen, werden wir am 20.1. dem Laster nachfliegen.

Dieser soll ab dem 23.01.2022 im Hafen von Montevideo stehen !


Diesmal wird es mehr "ungeplantes" geben, da wir einige der "must see´s" in Südamerika schon besucht haben, und auch mal an schönen, uns passenden Plätzen,  mal länger verweilen möchten !

Jaaaa, und unsre "Rekord Klapp-E-bikes" sind ja auch dabei, mal gespannt, was Dagmar da so einfällt....... !


Freut euch mit uns, lässt uns Kommentare da, und lasst euch mitnehmen auf unserer Tour !

Wir wünschen euch allen zusammen ein schönes, für euch erfüllendes neues Jahr !!!

Safe Travels !!!


Daggi und Manni




Bald unterwegs mit unsrem neuen Reisefahrzeug: "Lasterle" oder auch "Wolke 7".....hier nochmals beschrieben:

Endlich. Nach unsrere Rückkehr von "the americas".....war uns beiden relativ schnell klar, das dies nicht die letzte Langfahrt auf diesem Kontinent war.

Wir waren erschöpft----zwei Jahre Reisen mit unserem Hilux haben Spuren bei uns hinterlassen.
Jeglicher Art : das Schätzen des unendlichen Luxus hier in unsrer Homebase, noch gesteigert durch die prinzipiellen Entbehrungen, die unsre Fahrzeuggröße "Hilux mit Kabine" mit sich brachte:
Keine Toilette, kaum mit "gutem Gewissen" nutzbare Zuladung.

Aber auch die Feststellung, das das "am Leben erhalten" des Hilux sehr einfach zu bewerkstelligen war, das Wissen, das der einfach "überall" durchkommt, unsere Routen also quasi nie durch das Fahrzeug eingeschränkt waren ! Das haben wir unterwegs bei vielen getroffenen Reisenden anders erlebt - egal ob eine nicht beschaffbare Reifengröße, ein nicht beschaffbares Ersatzteil, versagende Fahrzeugelektronik in Höhen über 4000m in den Anden, oder einfach, das kein local selbst bei gutem Willen, das 10t Reisefahrzeug abschleppen konnte.....

Mit diesem Mix an : "Was hätten wir gerne".....und "was brauchen wir nicht" und der Erfahrung im Rücken...ging es eigentlich recht zügig nach unserer Rückkehr  auf Fahrzeugsuche.

Gesetzt war im gemeinsamen "Brainstorming" :  1: Zuladung. 2: Zuladung  3: Zuladung.
4: es sollte ein Mercedes sein   5: er sollte "legal" unter 7.5t voll aufgerödelt bleiben.
6: Tja, und wir wollten möglichst viel Geld in Reisen anlegen, und nicht in "überhitzte Preisphantasien

Ok, Klar war schnell, das es ein "echter" LKW werden sollte, und kein Bus, wie Sprinter etc, da diese (bis auf den Mercedes Vario) im wesentlichen auf PKW Technik basieren, und in der Regel sich in der 3.5T Klasse tummeln, was Punkt 1-3 nicht erfüllt !

Ok, weiterhin mussten wir lernen, das ALLRAD LKW ebenso Punkt 1-3 und Punkt 5 ausschliesst.
Als "Realisten" wollten wir es uns nicht schönrechnen: ein echten Allradlkw mit 4 - 5m voll ausgebauten Wohnkoffer, entsprechend großem Diesel/Wassertank ist voll aufgerödelt NICHT unter 7.5t zu machen....

Was tun ??  Nach eingehenden Überlegungen, und auch "Reiserouten Revue passieren lassen"
entschlossen wir uns auf "ALLRAD" zu verzichten.....bedingt durch die neue "Fahrzeuggröße" sowohl in der Breite wie in der Höhe.....werden uns auch mit Allrad kleinste Pisten verschlossen bleiben...

So, damit war auf ein Schlag das "Dilemma" Punkt 5 gelöst. LKW´s gleicher Bauserien bringen ohne Allrad mehr als 1000kg weniger auf die Waage....!

Und oha, es tun sich jetzt auch "sinnvolle" und nicht "ruinöse" Preise auf !!

So erwarben wir Anfang 2018 einen Mercedes 814 LK, ein ex Telekom Messfahrzeug, das wurde damals, 1993, mit allem bestellt, was Mercedes anbot, und mit den Eckdaten, die wir unbedingt wollten:

- Radstand 3.10 m, die kürzeste Variante, Wendekreis: weniger als der Hilux!

- Differentialsperre 100% hinten. Das sollte unser "Allradersatz" werden !

- "lange" Achsübersetzung": bei 90km/h nur 2100 u/min

- Verstärkte Achse hinten : 6.4t, verstärkte Achse vorne : 3.5t

- Parabelfedern vorne / hinten

- Motor: OM 366: der weltweit bewährte 6 Liter Dieselmotor, 6 Zylinder, Elektronikfrei !

- reine Druckluftbremsen

- 9.5x17.5" Bereifung (die "grösste" 17.5" Bereifung)

Und natürlich der Telekom Behördenkoffer, der uns zu zweit ausreichend Platz bietet:
Maße innen : 4m lang, 2.10 hoch, 2.20m breit !.....also über 8qm Wohnfläche ! 

Nach der Koffersanierung, alles raus und alles rein steht uns ein für uns beide idealer Wohnraum zur Verfügung: Festbett quer hinten (nie mehr "umbauen), Toilette, genug Platz zum Kochen, Stauraum etc.
Als Resourcen stehen uns 200 Liter Wasser, 220 Liter Diesel, 2*100 AH Lifepo4 Battererien mit 2KW Sinuswandler zu Verfügung.
Da unsre Webasto Diesel Heizung im Hilux trotz Höhenkit in den Anden mehrfach Probleme machte.....
setzten wir jetzt auf eine "normale" Truma Gasheizung, mit 2*11 KG Flaschen, wohl bewusst, das hier das Thema "Flaschen nachfüllen" nervig werden kann...

Und: wir haben jetzt zwei E-Bikes dabei ! Klappräder der Fa. NCM, haben sich bei unsren Europafahrten als absoluter Spaßbringer herausgestellt.

Die Räder sind nicht sichtbar unter dem Bett verstaut !

Sooo, und jetzt zum Punkt 5 des Pflichtenheftes:

Abfahrtbereit, mit "allem"................6.200 KG !!!!!!

Unser neues Reisefahrzeug !


Solltet ihr euch auch "quälen" mit der Entscheidung "welches Reisefahrzeug"....verfolgt uns doch....
wir werden "ehrlich" berichten ob unser Laster sich genau so bewährt !!

Generell war es eine ganz schöne "Umstellung" vom Hilux ----> MB 814 !

Unterschätzt das nicht ! wir sind nicht mehr die "Jüngsten" und einen "alten" LKW zu bewegen ist einfach nicht mit PKW Fahren (Sprinter, Pick-up, Ducato etc) zu vergleichen:
da sind die viel höhren Bedienkräfte, Kupplungsbetätigung, Schaltung. Alles geht "schwer", muss bewusst und z.T "langsam" ablaufen......! Auch an eine "Fersenbetätigte Motorbremse" muss man sich halt erst gewöhnen.....

Aber:  Ja, es mach tierisch Spaß, wenn man sich drauf einlässt !




Wir freuen uns drauf......jetzt wieder in den Laster zu ziehen.....denn es geht nach:

SÜDAMERIKA !!!!


Dienstag, 27. Dezember 2022

Sylvester 2021 : Johanna und Lukas sind da !! Heimfahrt am 15.01.2022 !

 


Umgekehrte Vorzeichen : genau vor einem Jahr besuchten wir Johanna und Lukas---in  Agios Andreas !

Und heuer: Umgekehrt !

Wir freuen uns tierisch auf eine gemeinsame Woche......leider eben nur "eine" da Lukas im letzten Moment noch Covid-19 positiv ist...und der Flug um eine Woche verschoben werden musste !

Egal, wir packen viel in diese gemeinsame Zeit: Ausflüge mit den E-Bikes, Fahrt nach Methoni und Ancient Messini, einfach nur mal sonnen, Spaziergänge, gemeinsames Kochen und na klar, am Strand in´s Lagerfeuer starren !!







Vielen Dank ihr zwei ! Mit dem Wisssen, das Ihr kommt, überlebten wir auch die Starkregenphasen im Dezember..... !

Da geht sie hin, die gemeinsame Zeit.

Wir verabschieden Johanna und Lukas.....klar, mit beginnendem strömenden Regen.

Und auch für uns ist die Zeit , nach gut 3.5 Monaten, wieder in die "Homebase" zurückzukehren.

Und so geht es am 14.01.2022 von Patras mit der Fähre nach Ancona.

Durch die Schweiz nach Freiburg......klar, da kommen wir nicht an Johannas und Lukas Wohnort nicht vorbei....

Der schöne Stellplatz am neuen Stadion in Freiburg....überrascht uns dann am Morgen mit schönem Neuschnee !!



...und dann, am 16.01...sind wir wieder Zuhause !!....und geniessen erstmal "Luxus pur":

Immer wieder schön, ein eigenes Zuhause zu haben !


Aber klar : wie immer : Nach der Reise ist vor der Reise...jetzt gilt es auch die To-do Liste des Lasters abzuarbeiten: es ist immer was ! Und schliesslich war dies ja unsere erste Langfahrt !









Mittwoch, 20. Juli 2022

Wir lassen uns "nieder" : Agios Andreas , Messini !

 Hallo Deutschland !

Dreimal dürft ihr raten, was das Wetter macht nach unserem Besuch in Olympia ??? Jaaa, genau, es regnet , und wie !

Wir halten Rat in unserem Lasterle. Es sieht auch nicht nach schneller Wetterbesserung aus. Schon drei Tage sitzen wir hier an einem Parkplatz bei einem geschlossenem Strandrestaurant. Es schüttet---mal mehr, mal weniger. Wir kennen aus dem letzten Jahr bei unserem Besuch unsrer Kids auf dem Peleponnes, ihr damals gemietetes Strandhaus. Kurzerhand nehmen wir mit den Besitzern Kontakt auf, ja es ist frei, ja gut, dann sind wir morgen da !

Die Stimmung steigt. Agios Andreas, idealer Ausgangspunkt für Ausflüge über den ganzen Peleponnes, das Meer direkt vor der Haustür, die schneebedeckten Berge jenseits der Bucht, gegenüber auf Mani, dem mittleren Finger des Peleponnes !

Wir freuen uns ! Genau mit dem Gefühl die richtige Entscheidung getroffen zu haben, wir müssen uns zu nichts zwingen !

Und so queren wir den Messini Finger .....bewusst auf sehr kleinen Straßen, schließlich wollen wir ja unsere "Wolke 7" erproben, es macht Spaß, die Wendigkeit des "kleinen Dicken" erstaunt uns immer wieder.....an die 2.30m Breite muss man sich natürlcih gewöhnen...

Eindrücke von der "Bergfahrt":





Und so erreichen wir gegen 14.00 Uhr Agios Andreas .....bei strömendem Regen !

Aber: seht selbst:



So.  Hier treffen wir am 01.12.2021 ein....und lassen uns erstmal nieder.

Peleponnes: auf dem Wege nach Agios Andreas ......Olympia !

Wir tingeln wieder weiter.  Endlich werden wir eine der großen historischen Stätte besuchen .Auf dem Programm steht heute "Ancient Olympia" , die berühmte Geburtsstätte des Sportwettkampfes !

Siehe hier : https://de.wikipedia.org/wiki/Olympia_(Griechenland)

Wir kommen an, fahren die Andenken- und Restaurant Straße bis zum Parkplatz direkt am Eingang....gespenstisch, wie ausgestorben liegt die komplette Touristenstruktur.... ein, zwei der unzähligen Andenkenlädchen haben offen.

Aber das Wichtigste : Die Ruinenstadt ist offen, das Kassenhaus ist besetzt. Aufs freundlichste begrüsst, entrichten wir unseren "Eintrittsobulus", erhalten einen Plan, mehrsprachig, Tip Top !! Nach der sehr unwilligen und teuren "Pompeji"  Nachsaison Erfahrung, spüren wir hier doch absolut den Willen, auch wenn wenig Besucher da sind, diese trotzdem "mitzunehmen" ! Genau diese Erfahrung machen wir übrigens bei den vielen noch folgenden Top historischen Stätten ---- Danke, Griechenland ! Du zeigst es , wie man es richig macht, das wir uns willkommen fühlen !

Es wird ein toller Besichtigungstag, wir haben Spaß daran......und werden selbst zu "Olympioniken " aber seht selbst: 


Und, klar machen wir noch die Tip-Top Deutsch sprechende ältere Dame eines der wenigen geöffneten Shops glücklich : ein paar T-shirts und Hemdchen für die Enkel aus Olympia müssen mit!! 

Nachtplatzsuche zeigt wieder mal: Wenn du mit nix zufrieden bist, wirds schwierig. Raus aus Olympia, eine kleine , supersteile Straße hoch....und schon stehen wir am Rande eines geschlossenen Amphietheater. Ein doch wahrhaft stimmiger Platz als Abschluß für "ancient Olympia":

Leichte Klasse als Opernstar

Aber kaum stehen wir da, wird klar........"Jugendtreff"   Autos mit Bassgewummere und Geschrei "sammeln" sich direkt neben uns.....wir machen nicht lange rum, fahren die paar Kilometer direkt nach Olympia zurück, und übernachten "ohne weitere Vorkommnisse" auf einem etwas abgelegenen Hotelparkplatz.......das wollten wir eigentlich von Anfang an.....






Peleponnes : "the sweet spot" zwischen Meer, Berge und Souflaki !

Hallo Deutschland !

nachdem wir Patras verlassen haben, macht Daggi einen "Tagestour" Versuch mit dem Bike, wir wollen einen der wenigen noch offenen Campspots anlaufen, um dort erstmal uns "durchzusortieren"

Leider stellen wir hier fest : Tja, so einfach, schön und entspannt wie in Sardinien klappt das nicht!

Der lokale "Verkehrsfluß"  nutzt nämlich den oft vorhandenen , breiten und für ein Fahrrad ausreichenden Standstreifen.....einfach als "Fahrstreifen" für langsamere Fahrzeuge, wie auch unseren Laster, und macht so aus der einspurigen Landstraße.....einfach eine Zweispurige !

Und Daggi erfährt leider einen "Navigationsgau" hinsichtlich der Genauigkeit der Unterscheidung von Backroads : Asphaltiert und gut befahrbar....hat die gleiche Displayfarbe wie : "Ackerfurche nur für Traktoren geeignet"... Das wird uns auch später mit dem Laster treffen...

So ist erstmal nach ca. 35km beim ersten Koordinatentreff  "Schicht im Schacht" .....die Wahl zwischen "Ackerpiste" oder "Standspurabdrängung" will Daggi nicht treffen, und so laden wir das Bike wieder ein, und fahren gemeinsam  Richtung "Camping Ionos Beach", ca. 75 km von Patras entfernt.

Nach kollosalen Navigationsfehlern, erreichen wir das  Ganz-Jahres-Camp auf  Sandpisten und  Traktorspuren.....wieder schlägt die nicht vorhandene Strassenunterscheidung im Kartenmaterial zu !

Bis zum Druckkessel im Matsch und Sand..


Ja, und natürlich kann man den Luxuscampingplatz einfacher erreichen......Hier tanken wir erstmal "Katzen, Katzen,Katzen....."


Schöner, luxoriöser Camp, wird von einigen als "Wintercamp" benutzt. Im Sommer unbezahlbar, wird im Winter nur ein kleiner Teil geöffnet und zum fairen Stellplatzpreis abgegeben !

Findet ihr hier :    https://www.ionion-camping.gr/de/

Das Wetter zeigt sich von der nassen Seite, nicht grade das was wir erträumten ! In jeder regenfreien Minute packen wir unsre Rädchen aus und erkunden die Umgebung, ja im 50km Radius !

Von Burgen, antiken heißen Quellen, Olivenölmühlen.....wir saugen alles in uns auf, machen das Beste aus dem nassen und recht kühlen Wetter !

schönes Restaurant auf einem Berg , Blick bis zum Meer

Klapprad und Sand ??? Geht schon !!!


Nach ein paar Tage, mit immer mehr Regen, wollen wir weiter, möglichst südlich !!!




Donnerstag, 3. Februar 2022

Griechenland: Igoumenitsa bis Patras !

 Dank der "Verspätung" des Grimaldi Seelenverkäufers ,kommen wir in der Morgendämmerung in Igoumenitsa an.

Es ist der 11.11.2022.........wir betreten griechischen Boden !

Müde, wenig geschlafen (die Grimaldi Crew wirft uns mit lautem Klopfen um 2.30 Uhr aus der Kabine) fahren wir aus dem Hafen..... ein paar Kilometer weiter halten wir rechts an, um noch eine "Mütze" voll Schlaf zu nehmen.. !

Die Sonne geht auf, und nach einem Kaffee fahren wir die Straße (Richtung Patras) einfach weiter.....biegen im nächst größeren Ort Richtung Meer ab.....und unser erster "griechischer" Kontakt könnte nicht verheisungsvoller sein:  die Sonne scheint, am kleinen Hafen gemütliches Treiben, die Cafes haben offen !

Wir setzten uns auf die Terrasse, Kaffee kommt ! Vorher Handy zücken, Impfnachweis vorzeigen, der penibel geprüft wird. Wow, wir lassen die malerische Szenerie auf uns wirken, grinsen uns an ! Als dann noch eine Katze auf den Schoß hüpft, ist das kleine Glück vollkommen !

Das lässt sich doch gut an ! Auch der Anblick der freundlichen Häuser, teilweise liebevoll, natürlich weiß - blau, gestrichen, Blumendeko´s und Vorgärten freut uns !

Weiter geht´s Richtung Patras ! Superweit kommen wir nicht mehr, macht aber ja auch nix. 

Daggi schlägt einen Übernachtungsstopp vor, etwas abseits der Patras Hauptstraße, aber wohl direkt am Meer !

Der Platz erweist sich als Volltreffer, ein Kollege mit einem Steyr 680 steht da auch schon.

Idylle Pur, so stellt man sich Griechenland vor, und die Musik die ihr hört,  ist nicht nachträglich zugemischt!



Wir kochen draußen, Entspannung macht sich breit. Gut ausgeschlafen setzten wir am nächsten Morgen (ja, nach 11.00 UHR, früher geht nicht) unseren Weg Richtung Patras fort !

Wir fahren meist an der Küstenline entlang, haben tolle Ausblicke auf das tiefblaue Meer....und haben tiefblauen Himmel !


Immer der Küste entlang !


Und dann taucht Sie auf: Die Brücke nach Patras! Und damit auch das Gefühl, auf eine Insel zu fahren !


Ein beeindruckendes Bauwerk


Ja, der "Peloponnes" (shit, ja so schreibt mand das !) ist tatsächlich seit es auf der anderen Seite den Kanal von Korinth gibt eine Insel !

Wer Bock hat, liest das hier :  https://de.wikipedia.org/wiki/Peloponnes

Und dann, wir zahln gerne den "zwanziger" fahren wir über die tolle Brücke !

Fahrt doch mit:



Beeindruckend ! Für die Sparfüchse : es gibt auch eine Autofähre die deutlich billiger ist!

Rein ins Gewühl von Patras : Oha , buntes Leben, Fussgängerzonen, enge Straßen, und wir mitten  drin mit unsrem LKW´le. Das geht grade so, und wieder sind wir froh, ein für einen LKW wendiges Gefährt zu haben !

Der Plan: der "Schmutzwäschekorb" quilt über ! Auf zu einem Waschsalon ! Mitten durch die Stadt !

Wir finden  diesen, und der Hammer: Quetschen unsre "Wolke 7" direkt vorne dran ! Passt !


Fällt nicht auf : "Wolke 7" vorm Waschsalon !

Und es kommt wie so oft: zu spät kommen wir los, es wird dunkel und wir sollten raus aus der Stadt !

Machen wir, und übernachten irgendwo an einem im Sommer wahrscheinlich krachend vollen Strandparkplatz.........alleine !

ausserhalb von Patras ....am nächsten Morgen






Dienstag, 28. Dezember 2021

Neapel ---- Pompeji ---- Brindisi

 Hallo Deutschland !

Die Fährüberfahrt von Cagliari nach Neapel lief nach dem schon gewohnten Muster ab:  

Mann (i) + Reisetabletten (Danke Johanna!) ab in die Kabine...........Frau: Ohhhaaa, ich geh´mal nach draußen, vielleicht stürmt es ja mal...

Wie schon zuvor geschrieben, setzen wir nicht nach Palermo, sondern nach Neapel über.Die Wettervorhersagen sind für Sizilien einfach zu schlecht, und ja, Regen kennen wir schon zu Genüge! Leider erfüllt sich Dagmar´s Wunsch nach "Aktion" bei der Überfahrt nicht, und so kommen wir gegen 14.00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein in Neapel an.

Schön wär´s ! Das war die "Blog - Konzentriert  - Lese - Kontrolle" ! Natürlich------------regnet es !

Und hier die Hafeneinfahrt, mit Blick auf Neapel:


Neapel empfängt uns verkehrstechnisch chaotisch: gleich die Ausfahrt am Hafen ist "Baustelle".....und der "Strom der Lemminge" fährt Ehrenrunden!

Ab auf die Autobahn ist unser Plan. Wenn wir schon mal hier sind, haben wir für uns als persönliches Highlight den Besuch von Pompeji ausgewählt !

Pompeii - damit ist unsre Generation im Geschichtsunterricht  Gynasium gequält worden, und ich besonders in Latein ! Ja und dann gab es da noch was, was sich im "Nebel" der  jugendlichen "Endsiebziger" den  Kopf bewegt und sich in diesem unverrückbar festgesetzt hat:

 Hier entstand ein Jahrhundert Meilenstein der Musik Geschichte: Pink Floyd : "Live at Pompeii"

Bitte, lest mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Pink_Floyd:_Live_at_Pompeii

Die wenigen Kilometer aus Neapel raus , bis nach Pompeii, sind erstmal ernüchternd !

Die erste Brücke in Hafennähe, unter der wir durchfahren,  ist schon "Flüchtlingslager" .....Bettgestelle, Papphütten, Lumpenhaufen, meist farbige Menschen versuchen da wohl sich vorm Regen zu schützen und irgendwie zu überleben ! Welcome to Europe !

Auch die Menge an verfallenen Häuser, Dreck, Schlaglochbingo auf den Straßen ernüchtert uns in Hinblick auf "Bella Italia" 

Wir fahren die ca 40km bis nach Pompeii Autobahn. Abfahrt raus und rein ins Gewühl kleiner Straßen. Eine "Beobachtung" von Höhenbegrenzungsschilder ist hier essentiell, und wenn es den sein muß, Nerven behalten, Hupkonzert ignorieren und irgendwie rumdrehen.... !

Wir landen nach mehreren Anläufen auf einem schönen, gepflegten Campsspot, mit Aussblick auf den Vesuv !

abendlicher Blick auf den Vesuv von unsrem Campspot aus !




Netter, freundlicher Campspot...und so steht unser Laster auch mal auf  Lavasteinen.....😁


Am nächsten Morgen.....Rädchen raus, Akku´s noch am Vortag geladen....und wir zischen vom Campspot zum Eingang des "UNESCO Weltkulturerbes"

Es ist "nix los", sehr wenige Besucher, und trotzdem sind wir doch über die "lieblose Bedienung" und die "Infrastruktur" dieses "Weltwunders" na, ja, "verblüfft"

"Nein, die Räder dürft ihr nicht in der Nähe des Kassenhauses anschließen, die müssen raus auf die Straße"......"Nein, Englisch verstehen wir überhaupt nicht".....und  "Nein, während ich euch ein Ticket verkaufe, lege ich mein Smartphone nicht aus der Hand, da kommt grad was mit Whapp"..... "Nein, einen wie auch immer gearteten Geländeplan haben wir nicht"...."Nein, Audioguides gibt es nur im Sommer"....
Ok, wir wundern uns, zahlen und machen uns "Planlos" auf, das riesige Areal zu erkunden !
Wer Bock hat, seine Geschichstkenntnisse aufpolieren will:

Vielleicht waren die Erwartungen zu hoch, aber wir sind mit dem historischen Pompeji nicht wirklich warmgeworden. Ein riesiges Areal, und uns wird klar, das es sich hier halt um die ausgedehnten Ruinen einer damaligen "normalen" Stadt handelt......mit einem Pflasterstraßengewirr , die eben gesäumt sind mit "Brandruinen".....beeindruckend großes Areal, aber auch sehr ermüdend, durch die doch sehr sich gleichenden Eindrücke.

Aber was würde man wohl spannendes denken, wenn Ettlingen bis auf die Grundmauern abbrennen würde, und man Jahrhunderte später.....die "Pforzheimer Straße" entlang laufen würde ?

Die an manchen Plätzen installierten Multimedia Anlagen funktionieren nicht, und sehen auch so aus, wie wenn das schon so eine Weile lang  wäre..... es gab eine offene "Takeaway Bude" innerhalb des mehrere Quadratkilometer großen Areals, die zwei Bedienungen waren redlich bemüht, zur Mittagszeit jedem ein Sandwich zu verkaufen.....klar, das teuerste bis dito.
Hier mal kleine Eindrücke:



..eine von vielen "Straßen"....




Riesiges Areal ! Hier :  die "Pforzheimer Straße"

Ja, und dann kommt er doch noch, der "Gänsehaut Moment" ! Das Amphitheater wurde komplett der Pink Floyd Produktion "live at Pompeii" gewidmet. Obwohl die Band "nur" sechs Songs 1971 - 1972 dort aufgenommen hat....haben wir den Eindruck, das dieses Ereigniss das Weltkulturerbe mehr geprägt und "aufgewertet" hat......wie sämtliche andere Add-on Ausstellungen und Info´s.

Dementsprechend wird das auch zu unsrer Freude auch so präsentiert ! Der komplette "Wandelgang" des Amphitheaters ist Pink Floyd gewidmet, mit Multimedia Installationen (funktionsfähig!), Musik, Diashows, Ausschnitten aus der Originalproduktion.....und damit "Vollgewabert" darfst du dann beseelt raus, genau dorthin wo David Gilmore stand !!!!  GEIL !!!

Da stehte er !  Manni "Gilmore".....😁😁 später auch mit Daggi "Waters"


Und natürlich darf auch ein Video nicht fehlen ! Wir nehmen euch mit,  "live at Pompeji"


Uns hat das Amphitheater soooo gut gefallen, das wir uns Anfang, und Tagesende nochmals in den Spirit von 1971 eintauchen liesen....!

Müde, viele Kilometer gelaufen, Rädchen noch da (!).....und dann: PIZZA !!!

Immer gut :  Pizza in Sardinien / Italien Festland !

Da müssen wir gleich mal ne "Lanze brechen": Pizza ist in Italien einfach "geil"...eigentlich haben wir keine wirklich Schlechte auf dem Teller gehabt, ähnlich wie mit dem "Latte Macchiato" oder "Caffe Macchiato" (großer Unterschied !).....und hey, selbst in Superkulisse am Strand gibt es diesen Genuß meist für kleines Geld !

Soviel vorab: die obige Pizza wird für die nächste Zeit......die Letzte sein !

So, unser Plan: Abfahrt früh am nächsten Morgen, ca. 350 Kilometer quer nach Brindisi !
Die Fähre ist gebucht : es geht nach Griechenland, genauer nach Igoumenitsa !

Wir brechen früh auf (7.00 Uhr) , der Tank ist voll, und Vaaaamos !! Überführungsetappe, keine Beschichtigungen, keine Abfahrten, straight ahead durch ! Fähre Abfahrt 15.00 Uhr: sollte reichen !
Der Diesel brummt, es geht vorwärts. Trotzdem bleibt bei 85km/h genug Zeit, sowohl Landschaft wie Städte beim Vorbeidieseln zu betrachten. Auffällig bleibt die zumindest von uns außen sichtbare  schlechte Bausubstanz bei Stadt vorbeifahrten. Und: Wir zahlen auf der ganzen Strecke 0.- Maut, obwohl die Autobahn als "Mautsstraße" ausgewiesen ist. Vielleicht liegt das auch daran, das JEDE BRÜCKE über die auf der Strecke vierspurig geführt wird......auf ZWEI Spuren abgesperrt ist !
Und das sind nicht wenige.... ! Der Grund ist für uns auf mit Blick auf die Nebenspur oft erschreckend sichtbar : zerstörte Tragwerke, zerbröselnder Beton, teilweise komplette Auflager weggefault !
Die "Sofortlösung" scheint wohl eben die Traglast durch Einspurigkeit nicht zu überschreiten !

Wir beide zweifeln wirklich daran, das das hier im nächsten 10 Jahresfenster gerichtet werden kann, aktive Bauarbeiten gibt es nicht wirklich....!
Bei einem Stopp, die erste SMS von Grimaldi :  1´h spätere Abfahrt ! ok, Pause ! Kurz darauf : nächste SMS neue Abfahrt 18.00 Uhr !......jetzt reicht der Puffer auf für ein Nickerchen !

Wir kommen in Brindisi an, fahren zum Fährhafen....reiner LKW Hafen, keine Touristen !

Klar, aus 18.00 Uhr wird 20.00 Uhr und wir können auf den "Schrottpott" fahren. Anders kann man die hier eingesetzte RoRo Fähre nicht bezeichnen, alles dreckig, abgesüfft, eng, Mengen von LKW Fahrern, ohne Maske quetschen sich irgendwo hin. Wir müssen mit dem Laster auf das "open Deck" fahren... auch für uns ne neue Erfahrung, den engen und sehr steilen Metallpfad zusammen mit dem einzigsten anderen Wohnmobil hochzufahren.....die Trucker müssen den am nächsten Morgen "Rückwärts" mit Sattelauflieger und Hänger wieder runter ---- Respekt !

Die Kabine sieht so aus wie der Rest------ein Schlafsack wäre jetzt Top !




Bis der letzte LKW Verladen ist, das dauert !.....und das macht uns gar nix aus !

Aus der  "Mittagsfähre  mit Ankunft mitten in der Nacht"......ist eine "Nachtfähre" geworden!
Gut so, und so kommen wir mit der Dämmerung in Igoumenitsa an !

Hallo Hellas ! Wir wollen ein Weilchen bleiben.......!



Nachsatz :  Pompeji , Pompeii , Pompei -------ist alles irgendwie "Richtig"...suchts euch aus !!😁😁


Daggi und Manni